Merz unter Druck: FDP-Eklat beim Epiphaniasfest erschüttert die Koalition
Heinz-Josef ZirmeLiberal Muppet Show: FDP Schwergewichte liefern Comedy-Act - Merz unter Druck: FDP-Eklat beim Epiphaniasfest erschüttert die Koalition
Friedrich Merz ist seit dem 6. Mai 2025 deutscher Bundeskanzler – als zehnter Amtsinhaber in dieser Funktion. An der Spitze einer Koalition aus CDU/CSU und SPD übernahm er das Amt nach einer langen politischen Karriere, die Stationen im Europäischen Parlament und im Bundestag umfasste. Unterdessen sorgt ein jüngster Eklat beim Stuttgarter Epiphaniasfest für Aufsehen, in den zwei FDP-Politiker verwickelt sind.
Der Vorfall ereignete sich während der traditionellen Epiphaniasfeier in der Stuttgarter Oper. Die FDP-Abgeordneten Wolfgang Kubicki und Marie-Agnes Strack-Zimmermann störten von einer Opernloge aus die Veranstaltung, indem sie die Figuren Statler und Waldorf aus der Muppet Show imitierten. Strack-Zimmermann scherzte, sie sei "nicht Miss Piggy", während Kubicki sich selbst mit Kermit dem Frosch verglich.
Kubickis Äußerungen gingen jedoch noch weiter: Er verharmloste linksextreme Straftaten als einem "höheren Zweck" dienend. Mit sarkastischem Unterton schlug er vor, falls der russische Politiker Dmitri Medwedew jemanden aus Deutschland entführen wolle, solle er lieber den Linken-Politiker Jan van Aken ins Visier nehmen statt Kanzler Merz. Zudem warnte Kubicki, eine linksterroristische Gruppe könnte eine Großstadt lahmlegen, und kritisierte van Aken für dessen "Witze" über das "Erschießen der Reichen" und die Enteignung von Milliardären.
Merz, geboren am 11. November 1955, engagiert sich seit den späten 1980er-Jahren in der Politik. Vor seiner Kanzlerschaft führte er die CDU von 2022 an als Parteivorsitzender und war in zwei Legislaturperioden Bundestagsabgeordneter (1994–2009 und 2021 bis heute). Nun gerät seine Führung angesichts der provokanten FDP-Äußerungen zunehmend unter Druck.
Der Vorfall hat eine Debatte über politische Rhetorik und Sicherheitsfragen ausgelöst. Kubickis Aussagen zu Linksextremismus und ausländischer Einmischung setzen die Regierung zusätzlich unter Zugzwang. Unterdessen führt Merz die CDU/CSU-SPD-Koalition weiter – doch die Kontroverse um die FDP wächst.
