Merz' Brasilien-Aussage löst Eklat aus – während Trump-Treffen glatt verläuft
Gotthold UllmannMerz' Brasilien-Aussage löst Eklat aus – während Trump-Treffen glatt verläuft
Friedrich Merz, Politiker aus dem Sauerland und amtierender Bundeskanzler, sah sich während seines Besuchs in Brasilien zur COP30 mit heftiger Kritik konfrontiert. Seine Äußerungen über die Gastgeberstadt Belém lösten Empörung bei der lokalen Bevölkerung und in den sozialen Medien aus. Seine Begegnung mit Donald Trump, dem damaligen Präsidenten der USA, verlief dagegen ohne größere Zwischenfälle.
Merz nahm an der Klimakonferenz COP30 in Belém teil, wo er die Stadt als einen Ort beschrieb, "an dem man wirklich nicht bleiben möchte". Die Bemerkung provozierte scharfe Reaktionen bei Brasilianern, die in sozialen Netzwerken seine wahrgenommene Arroganz verurteilten. Einige warfen ihm sogar die NS-Vergangenheit seines Großvaters vor.
Bundeskanzler Olaf Scholz, der ebenfalls an der Konferenz teilnahm, äußerte später Erleichterung über die Rückkehr in die Heimat. Seine Aussage heizte die Online-Kritik weiter an, da viele Brasilianer sie als Beleidigung ihres Landes interpretierten.
Merz' Wurzeln liegen im Sauerland – einer Region, die für ihre saubere Luft, traditionelle Feste und einen Ruf für Dickköpfigkeit bekannt ist. Dies steht im Kontrast zu seinen jüngsten diplomatischen Fehltritten. Die Gegend gilt nicht als besonders weltoffen, und sein Auftreten wird oft mit dem eines wohlhabenden Onkels verglichen, der von fremden Sitten wenig hält.
Zuvor hatte er Donald Trump im Oval Office getroffen. Anders als bei seiner Brasilien-Reise verlief das Treffen reibungslos, ohne öffentliche Eklats. Der ehemalige CDU-Vorsitzende Armin Laschet äußerte später Erleichterung, dass Merz bei der Begegnung keine Blamage erlebt habe.
Merz verbindet eine Gemeinsamkeit mit Heinrich Lübke, dem früheren Bundespräsidenten aus derselben Region. Lübke hatte einst berüchtigterweise die First Lady von Madagaskar mit "Liebe Frau Tananarive" angesprochen – in der Annahme, dies sei ihr Name, obwohl es sich um die Hauptstadt handelt. Beide besuchten dasselbe Gymnasium in Brilon.
Die Kontroverse unterstrich die Spannungen zwischen deutschen und brasilianischen Vertretern während der COP30. Während Merz' Treffen mit Trump ohne Vorfälle blieb, hinterließen seine Äußerungen in Brasilien einen nachhaltig negativen Eindruck. Die Affäre befeuerte zudem erneut Debatten über seinen diplomatischen Stil und seinen regionalen Hintergrund.
