Mercedes W17 glänzt in Vorsaison-Tests – Verstappen bekommt NLS-Chance
Gerlinde HeinrichMercedes W17 glänzt in Vorsaison-Tests – Verstappen bekommt NLS-Chance
Die Formel-1-Saison 2026 nimmt Gestalt an, während die Teams die letzten Vorbereitungen für die ersten Rennen treffen. Mit den bereits laufenden Vorsaisontests hat Mercedes mit seinem neuen W17 bereits Schlagzeilen gemacht. Gleichzeitig ermöglichen Änderungen im Rennkalender der Nürburgring-Langstrecken-Serie (NLS) Max Verstappen, seine Pläne für Langstreckenrennen in die Tat umzusetzen.
Mercedes führte am 22. Januar eine erste Testfahrt des W17 auf der Strecke in Silverstone durch. George Russell und Kimi Antonelli absolvierten dabei 200 Kilometer – die erste Erprobung des Boliden auf der Rennstrecke. Anschließend wechselte das Team nach Barcelona, wo vom 26. bis 30. Januar weitere Tests stattfanden. Gerüchten zufolge könnte das Triebwerk des W17 dank höherer Motorverdichtung einen Leistungsvorteil von 10 bis 20 PS bieten. Sollte sich dies bestätigen, käme dies auch den Kundenteams McLaren, Williams und Alpine zugute. Juan Pablo Montoya hingegen behauptete, das Auto liege während der Barcelona-Tests noch "Sekunden" von seiner wahren Performance entfernt.
Offizielle Rennen oder Qualifikationsläufe haben bisher nicht stattgefunden, da die Saison noch in der Vorbereitungsphase steckt. Nun geht es um die finalen Feinjustierungen vor dem Saisonauftakt.
Unterdessen hat die NLS ihre Renntermine angepasst: Der zweite Lauf der Serie wurde um eine Woche vorverlegt, sodass es keine Überschneidung mehr mit dem Großen Preis von Japan gibt. Diese Änderung kommt Max Verstappen entgegen, der langfristig an den 24 Stunden von Nürburgring teilnehmen möchte. Andreas Gülden, Verstappens Instruktor für die NLS-Saison 2025, äußerte die Hoffnung, der Niederländer werde in Zukunft auf die legendäre deutsche Strecke zurückkehren.
Die frühen Tests von Mercedes deuten auf einen Wettbewerbsvorteil für die kommende Formel-1-Saison hin, auch wenn das volle Potenzial des W17 noch nicht unter Beweis gestellt wurde. Die Anpassung des NLS-Kalenders hingegen räumt ein Hindernis für Verstappens Langstrecken-Pläne aus dem Weg – sein Start bei den 24 Stunden von Nürburgring könnte so in den nächsten Jahren Realität werden.
