Märkischer Kreis: Weniger Tote, aber mehr E-Scooter-Unfälle und Drogen am Steuer
Heinz-Josef ZirmeMärkischer Kreis: Weniger Tote, aber mehr E-Scooter-Unfälle und Drogen am Steuer
Verkehrssicherheit im Märkischen Kreis zeigt 2025 gemischtes Bild
Die Verkehrssicherheit im Märkischen Kreis präsentierte sich 2025 mit Licht und Schatten: Zwar gingen die Zahlen der Verkehrstoten und Schwerverletzten zurück, doch stiegen andere Problembereiche wie Unfälle mit E-Scootern und Drogendelikte im Straßenverkehr deutlich an. Die Polizeistatistiken spiegeln sowohl Fortschritte als auch anhaltende Risiken auf den Straßen der Region wider.
Insgesamt registrierte der Kreis im vergangenen Jahr 14.343 Verkehrsunfälle – eine Zahl, die in etwa dem Vorjahresniveau entspricht. Die Zahl der Verkehrstoten sank jedoch von elf im Jahr 2024 auf nur noch sieben 2025. Auch die schweren Verletzungen nahmen um 15 Prozent ab: 192 Fälle standen 226 im Vorjahr gegenüber.
Leichte Verletzungen stiegen dagegen um 6,4 Prozent auf 945 im Jahr 2025. Motorradfahrer waren seltener in Unfälle verwickelt: 98 Zusammenstöße – drei davon mit tödlichem Ausgang – bedeuteten einen Rückgang gegenüber den Vorjahren.
Besorgniserregend entwickelt sich die Unfallbilanz bei E-Scootern. Seit 2020 haben sich die schweren Verletzungen in diesem Bereich stark erhöht: von zwölf Fällen auf 45 im Jahr 2024. 2025 verletzten sich 49 Fahrer, oft aufgrund von überhöhter Geschwindigkeit, Fahrten auf Gehwegen oder Missachtung der Vorfahrtsregeln. Die Polizei stuft dies als wachsendes Problem ein.
Auch Drogendelikte am Steuer nahmen deutlich zu: Die Zahl der Fahrer, die wegen Verdachts auf Drogenkonsum zur Blutabnahme verpflichtet wurden, stieg von 915 im Jahr 2024 auf 1.367 im vergangenen Jahr. Zu den häufigsten Ursachen für schwere Unfälle zählten weiterhin Rasen, Vorfahrtsmissachtung und falsches Abbiegen.
Auch auf Schulwegen häuften sich die Unfälle. 2025 verletzten sich 142 Kinder auf dem Weg zur Schule – 2024 waren es noch 128 gewesen. Ein Vorfall endete tödlich: Ein zehnjähriges Mädchen aus Ihmert verlor dabei sein Leben.
Die aktuellen Zahlen zeigen zwar einen Rückgang bei Toten und Schwerverletzten, doch bleiben andere Gefahren bestehen. Unfälle mit E-Scootern, Drogen im Straßenverkehr und die Sicherheit von Kindern auf Schulwegen stellen die Behörden weiterhin vor große Herausforderungen. Die Polizei beobachtet diese Entwicklungen genau und plant weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit.