15 March 2026, 08:11

Maria Kalesnikava erhält Karlspreis für ihren Kampf um Demokratie in Belarus

Eine Gruppe von vier Menschen, die auf einem roten Teppich stehen, lächeln und für ein Foto posieren, mit einem "Liberty Justice for All Awards"-Schild im Hintergrund.

Maria Kalesnikava erhält Karlspreis für ihren Kampf um Demokratie in Belarus

Maria Kalesnikava erhält Internationalen Karlspreis in Aachen

Die bekannte belarussische Oppositionsführerin Maria Kalesnikava ist mit dem Internationalen Karlspreis in Aachen ausgezeichnet worden. Die Ehrung würdigt ihren Einsatz für Demokratie an der Seite von Swjatlana Zichanouskaja und Veronika Zepkalo. Für ihren Kampf gegen das autoritäre Regime in Belarus erhielten die drei Frauen 2022 eine der höchsten Auszeichnungen Europas.

Kalesnikavas Weg begann 2020, als sie während der Massenproteste in Minsk festgenommen wurde. Ein Jahr später verurteilte ein Gericht sie zu elf Jahren Haft. Ihre Freilassung erfolgte im Dezember 2025, woraufhin sie nach Deutschland übersiedelte.

Der Internationale Karlspreis ehrt seit 1950 Persönlichkeiten, die sich um die Einheit Europas verdient gemacht haben. 2022 ging die Auszeichnung an Kalesnikava, Zichanouskaja und Zepkalo für ihren Widerstand gegen die autoritäre Führung in Belarus. Obwohl Kalesnikava an der ursprünglichen Preisverleihung nicht teilnehmen konnte, nahm sie die Ehrung nun am 14. März 2026 persönlich entgegen.

Bei der Veranstaltung in Aachen hielt sie eine Rede, in der sie zur europäischen Solidarität aufrief. Seit ihrem Umzug nach Berlin hat sie zwar keine neuen politischen oder gesellschaftlichen Projekte gestartet, doch die Begegnung in Aachen stärkte die Unterstützung für demokratische Werte auf dem gesamten Kontinent.

Nach Jahren der Haft und des Exils lebt Kalesnikava nun in Berlin. Ihr Auftritt bei der Karlspreis-Verleihung unterstrich die anhaltenden Bemühungen um demokratischen Wandel in Belarus. Der Preis bleibt ein Symbol für Europas Verpflichtung zu Freiheit und Einheit.

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