"Mainz bleibt Mainz" feiert Tradition und wagt den Generationswechsel
Mirjana Schacht"Mainz bleibt Mainz" feiert Tradition und wagt den Generationswechsel
Die 71. Ausgabe von "Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht" kommt mit einer Mischung aus Tradition und frischem Elan auf die Bildschirme. Die diesjährige Show, ausgerichtete vom ZDF, markiert einen mutigen Generationswechsel – sie ehrt langjährige Stars und begrüßt gleichzeitig neue Gesichter. Zu den Höhepunkten zählen Jubiläumsfeiern, ein historischer Meilenstein für Frauen im Protokoll und ein berührender Abschied von einer beliebten Legende.
Den Auftakt bildet eine besondere Hommage an die Mainzer Hofsänger, die in diesem Jahr ihr 100-jähriges Bestehen feiern. Ihr Geburtstagsständchen und der große Finaleauftritt dürften emotionale Höhepunkt des Abends werden.
Ein weiterer Höhepunkt ist Jürgen Wiesmann, der sein 25-jähriges Bühnenjubiläum mit seiner Kultfigur Ernst Lustig aus der gleichnamigen Seifenoper begehen wird. Unterdessen verabschiedet sich Hansi Greb, bekannt als Hobbes, nach Jahrzehnten im Karneval von der Bühne – ein Abschied, der eine Ära beendet.
Auch junger Nachwuchs kommt zu Wort: Bands wie Handkäse sorgen mit temporeichen Auftritten für Stimmung, während Chrissy Grom Geschichte schreibt – als erste Frau übernimmt sie die Leitung des Protokolls. Ihr karnevalistischer Jahresrückblick verbindet Humor mit scharfer politischer Satire.
Im politischen Teil treten vier Redner auf, darunter Florian Sitte als Till und Thomas Becker als Zeitgeist. Den Abschluss der Sendung bestreitet Andreas Schmitt, Oberbürgermeisterkandidat der SPD, der als Obermessdiener die letzte Rede hält – eine Besetzung, die unter Fans für Gesprächsstoff sorgt.
Die letzte Ausgabe litt unter technischen Pannen und sinkenden Zuschauerzahlen, was Fragen zur Zukunft der Show aufwarf. Diesmal soll die Mischung aus Nostalgie und Innovation das Publikum zurückgewinnen.
Die 71. Ausgabe von "Mainz bleibt Mainz" balanciert zwischen Bewährtem und Neuem – von Jahrhundertfeiern bis zu bahnbrechenden Premieren. Mit frischen Acts, politischer Satire und bewegenden Abschieden will die Sendung ihre Zuschauer begeistern. Ihr Erfolg könnte die Zukunft dieser traditionsreichen Karnevalsinstitution prägen.
