"Mainz bleibt Mainz" feiert Comeback mit Tradition und weiblicher Premiere
Mirjana Schacht"Mainz bleibt Mainz" feiert Comeback mit Tradition und weiblicher Premiere
Die Generalprobe für "Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht" fand am Mittwochabend statt und läutete damit die Rückkehr von Deutschlands berühmtester Karnevals-Fernsehsendung ein. Die diesjährige Ausgabe vereinte Tradition und Premieren – darunter den ersten weiblichen Protokollführer seit zwei Jahrhunderten.
Der Abend begann mit dem großen Aufmarsch der Garden, angeführt von Kinderprinzessin Luise I. Andreas Schmitt kehrte als Obermessdiener auf die Bühne zurück, nachdem er im vergangenen Jahr aus gesundheitlichen Gründen hatte pausieren müssen. Sein Bütt-Vortrag unter dem Titel "Kardinale Fehler" verzichtete auf direkte Anspielungen auf Politiker oder Institutionen; eine offizielle Reaktion des Mainzer Bistums blieb bisher aus.
Florian Sitte als Till Eulenspiegel nahm mit scharfer Satire politischen Extremismus und den wachsenden Antisemitismus aufs Korn. Markus Schönberg in der Rolle des Ignaz präsentierte derweil ein eigenkomponiertes Lied, das das Publikum zum Mitsingen animierte. Ein besonderer Höhepunkt war ein Sketch mit vier Frauen, die eine Influencerin im Museum darstellten – ein frischer Akzent in der sonst männlich dominierten Karnevals-TV-Welt.
Jürgen Wiesmann als Ernst Lustig bot eine Meisterklasse in klassischem Karnevals-Kokolores – leichtem Unsinn, der das Publikum zum Lachen brachte. Zudem verabschiedete sich Hans-Joachim Greb, bekannt als Hobbes, nach 45 Jahren auf der Bühne mit den Worten: "Tschüss, helau, das war's."
Christina Grom schrieb Geschichte als erste Protokollführerin seit 200 Jahren und trug das traditionelle Protokoll vor – eine satirische Rückschau auf das vergangene Jahr.
Die Live-Übertragung von "Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht" wird am Freitag, den 13. Februar, um 20:15 Uhr im ZDF ausgestrahlt. Die Sendung verbindet bewährte Bräuche mit neuen Stimmen und spiegelt so den Humor und den gesellschaftskritischen Geist der Karnevalszeit wider.
Klopps Cowboy-Auftritt und Berlin-Satire betonen Live-Übertragung
Die Live-Übertragung von Mainz bleibt Mainz am 13. Februar 2026 brachte unerwartete Entwicklungen. Jürgen Klopp nahm als Cowboy teil, ein Verweis auf seine ehemaligen Vereine Mainz 05 und Borussia Dortmund. Satirische Elemente richteten sich direkt gegen die Berliner Politik und Klopps jüngste öffentliche Aussagen, was der Leistung eine scharfe zeitgenössische Note verlieh.






