Machtkampf um die Konrad-Adenauer-Stiftung: AKK gegen Krings im Dezember-Duell
Mirjana SchachtMachtkampf um die Konrad-Adenauer-Stiftung: AKK gegen Krings im Dezember-Duell
Umstrittene Wahl an der Spitze der Konrad-Adenauer-Stiftung im Dezember
Mitte Dezember steht die umstrittene Wahl für den Vorsitz der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) an. Zwei prominente Kandidaten – Annegret Kramp-Karrenbauer (AKK) und Günter Krings – bewerben sich um das Amt. Sollte es zuvor keinen Konsens geben, entscheiden die 52 Mitglieder der Stiftung über die Nachfolge.
Annegret Kramp-Karrenbauer, besser bekannt als AKK, hat sich für die Führung der KAS ins Rennen geworfen. Die ehemalige CDU-Vorsitzende und Bundesverteidigungsministerin bringt internationale Erfahrung mit – ein Profil, das gut zum globalen Engagement der Stiftung passt. Bei einer Wahl wäre sie zudem die erste Frau an der Spitze der KAS.
AKK setzte sich 2018 in einer Stichwahl gegen Friedrich Merz durch und sicherte sich damals den CDU-Vorsitz. Trotz dieser früheren Rivalität unterstützt Merz nun offiziell Günter Krings als seinen Favoriten für die KAS-Präsidentschaft. Krings, CDU-Bundestagsabgeordneter und sowohl politisch als auch akademisch erfahren, gilt als starker Konkurrent. Mit Merz’ Rückendeckung stellt er eine direkte Herausforderung für AKK dar. Die Wahl ist für den 19. Dezember angesetzt – sofern es keine vorzeitige Einigung gibt, stimmen dann die 52 KAS-Mitglieder ab.
Das Ergebnis der Abstimmung wird entscheiden, wer eine der einflussreichsten politischen Stiftungen Deutschlands führen wird. AKKs mögliche Wahl wäre ein historischer Moment für die KAS, während Krings für Kontinuität und erprobte Führung steht. In den kommenden Wochen liegt die Entscheidung bei den Mitgliedern der Stiftung.
