17 January 2026, 16:57

Machtkampf in der AfD: Neue Jugendorganisation Generation Deutschland spaltet die Partei

Ein deutscher Propagandaplakat mit zwei Männern auf einem Sofa, mit Text zur Promotion der Nazi-Partei.

Machtkampf in der AfD: Neue Jugendorganisation Generation Deutschland spaltet die Partei

In Nordrhein-Westfalen (NRW) hat sich mit Generation Deutschland (GD) ein neuer Jugendverband der AfD gegründet. Der Schritt folgt auf die Auflösung des Vorgängerverbandes Junge Alternative, der wegen rechtsextremer Bestrebungen verboten worden war. Doch bereits jetzt zeichnen sich interne Machtkämpfe ab, da rivalisierende Gruppen um die Kontrolle der Organisation ringen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die GD wurde als direkter AfD-Untergliederung ins Leben gerufen, wobei die Mitgliedschaft auf Parteimitglieder beschränkt bleibt. Mit der Neugründung soll die Jugendorganisation nach der Einstufung des Vorgängerverbandes als rechtsextrem durch den Verfassungsschutz stärker diszipliniert werden.

Rund 300 junge AfD-Mitglieder treffen sich in Iserlohn, um eine neue Führung zu wählen. Zu den Kandidaten zählt der 24-jährige Luca Hofrath, der Verbindungen zur rechtsextremen Identitären Bewegung unterhalten haben soll. Gleichzeitig steht Manuel Krauthausen in der Kritik, der von Landeschef Martin Vincentz unterstützt wird. Ihm werden die Verbreitung antisemitischer Verschwörungstheorien und die Forderung nach massenhaften "Remigrationen" vorgeworfen.

Der vorläufige Instagram-Account der GD in NRW wird maßgeblich von Anhängern des rechtsextremen Bundestagsabgeordneten Matthias Helferich dominiert. Helferich war zwar im Sommer 2025 wegen ethnonationalistischer Positionen aus der AfD ausgeschlossen worden, bleibt jedoch Mitglied und klagt gegen den Beschluss. Sollte seine Gruppierung in der GD an Einfluss gewinnen, könnte dies Vincentz’ Position schwächen – besonders mit Blick auf seine geplante Wiederwahl im März 2026.

Der Konflikt offenbart tiefe Gräben innerhalb der AfD, wo sich die "patriotische" Fraktion und die Anhänger Vincentz’ gegenüberstehen. Das Ergebnis der Wahl könnte entscheiden, ob der rechtsextreme Flügel der Partei seinen Einfluss auf die Jugendorganisation weiter ausbauen kann.

Die Gründung der GD in NRW hat die internen Machtkämpfe der AfD neu entfacht. Die Wahl in Iserlohn wird zeigen, welche Gruppierung die Kontrolle über den Jugendverband übernimmt – mit möglichen Folgen für die künftige Ausrichtung der Partei und Vincentz’ Zukunft als Landesvorsitzender.