30 January 2026, 18:45

Lünens Haushaltsentwurf 2026/2027 setzt auf Sparzwang und Steuererhöhungen

Ein Balkendiagramm, das die normalisierte Verteilung nach Region für das Haushaltsjahr 2020-2021 zeigt, wobei jede Region durch eine andere Farbe und Text mit zusätzlichen Datendetails dargestellt wird.

Lünens Haushaltsentwurf 2026/2027 setzt auf Sparzwang und Steuererhöhungen

Der Stadtrat von Lünen hat den Entwurf für den Haushalt 2026/2027 erhalten, der darauf abzielt, die Finanzen unter strenger Aufsicht zu stabilisieren. Der von Stadtkämmerer Dr. André Jethon vorgelegte Plan kommt zu einer Zeit, in der Kommunen in ganz Deutschland mit wachsendem finanziellen Druck konfrontiert sind. Angesichts steigender Defizite und Kosten soll der Entwurf fiscale Disziplin wahren und gleichzeitig dringende Bedürfnisse decken.

Die Stadt steht seit 2025 unter Haushaltssicherung, was bedeutet, dass sie die Konsolidierungsbemühungen jenes Jahres mindestens erreichen oder übertreffen muss. Diese Überwachung ist Folge der allgemeinen finanziellen Notlage, die 2024 zu einem bundesweiten kommunalen Defizit von rund 24 Milliarden Euro führte. Lünens Probleme spiegeln die vieler Städte wider: steigende Sozialausgaben, marode Infrastruktur, stagnierende Steuereinnahmen sowie eine starke Abhängigkeit von Landeszuschüssen und Gewerbesteuern.

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Um den Haushalt auszugleichen, sieht der Entwurf höhere Grundsteuern (Grundsteuer B) und erhöhte Hebesätze bei der Gewerbesteuer vor. Zudem soll eine Gewinnabführung der städtischen Versorgungsbetriebe zusätzliche Mittel einbringen. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, Planungssicherheit in einem instabilen Finanzumfeld zu schaffen.

Der Kreis Unna, die zuständige Bezirksregierung für Lünen, übt weiterhin strenge Finanzkontrolle aus. Eine Bescheinigung der Gemeindeprüfungsanstalt (gpaNRW) bestätigt, dass die Stadt innerhalb der Region die beste Haushaltsführung aufweist. Der vollständige Entwurf sowie die Präsentation von Dr. Jethon sind nun online unter www.ourwebsite/budget abrufbar.

Der Haushalt 2026/2027 setzt auf Konsolidierung bei anhaltenden finanziellen Zwängen. Sollte der Plan verabschiedet werden, werden höhere Steuern und Abgaben der Stadtwerke verbindlich festgeschrieben, um essentielle Dienstleistungen zu finanzieren. Die Fähigkeit der Stadt, die Auflagen der Aufsichtsbehörden zu erfüllen, wird ihren finanziellen Kurs in den kommenden Jahren bestimmen.