Lünens dritte Kinderschutz-Fachkonferenz zeigt: Gemeinsame Verantwortung schafft Sicherheit
Gotthold UllmannLünens dritte Kinderschutz-Fachkonferenz zeigt: Gemeinsame Verantwortung schafft Sicherheit
Rund 150 Fachkräfte trafen sich am 31. Oktober 2025 in Lünen zur dritten Kinderschutz-Fachkonferenz der Stadt. Die Veranstaltung im LÜKAZ Kultur- und Bürgerzentrum stand im Zeichen der Stärkung lokaler Netzwerke und der Förderung eines inklusiven Kinderschutzes. Aufgrund der hohen Nachfrage wurden die Anmeldungen vorzeitig geschlossen – ein deutliches Zeichen für das große Engagement vor Ort.
Im Mittelpunkt der Konferenz stand das Thema "Kinderschutz als gemeinsame Verantwortung", bei dem es um die Zusammenarbeit verschiedener Akteure im Rahmen des §9 LKSG NRW ging. Jan Pöter leitete die Diskussionen zu den rechtlichen Grundlagen, während Prof. Dr. Heike Wiemert in ihrem Vortrag "Die Herausforderung inklusiven Kinderschutzes: Gemeinsame Verantwortung übernehmen – von der Theorie zur Praxis" die praktischen Hürden bei der Umsetzung inklusiver Schutzmaßnahmen beleuchtete.
Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns eröffnete die Veranstaltung mit dem Appell, dass Kinderschutz eine Aufgabe für alle sei. "Es ist nicht die Verantwortung weniger, sondern eine gemeinsame Aufgabe von Fachkräften, Familien, Politik und Verwaltung", betonte er. Am Nachmittag bot eine Informationsmesse den Teilnehmenden die Möglichkeit, sich zu vernetzen, Ideen auszutauschen und bewährte Praktiken zu diskutieren.
Matthias Kossow, der Kinderschutzkoordinator der Stadt Lünen, bezeichnete die Konferenz als "unverzichtbaren Standard" für die lokalen Bemühungen seit 2023. Für die Stadtverwaltung ist die Veranstaltung ein zentraler Baustein, um Netzwerke zu festigen und Kindern ein sicheres, förderndes Umfeld zu ermöglichen.
Die ausverkaufte Konferenz unterstrich Lünens wachsenden Fokus auf einen vernetzten Kinderschutz. Fachleute aus verschiedenen Bereichen verließen die Veranstaltung mit gestärkten Kontakten und klareren Strategien zum Schutz von Kindern. Die Organisator:innen planen, diese Dynamik in künftigen Initiativen weiter auszubauen.






