Literarischer Abend erkundet Kibbuz-Leben durch Amos Oz' Erzählungen
Heinz-Josef ZirmeLiterarischer Abend erkundet Kibbuz-Leben durch Amos Oz' Erzählungen
Ein literarischer Abend findet am 13. Mai statt
Im Mittelpunkt des Abends steht Zwischen Freunden, ein Buch, das das Kibbuz-Leben in den späten 1950er-Jahren erkundet. Amos Oz’ Erzählungen zeigen die Spannungen zwischen kollektiven Idealen und menschlicher Natur auf, während die Bewohner mit den Anforderungen einer Gesellschaft ohne Privateigentum ringen. Eine der Geschichten, Esperanto, begleitet Martin, einen Schuhmacher, der davon träumt, eine Esperanto-Gruppe zu gründen – ein Beispiel für die persönlichen Sehnsüchte innerhalb des kollektiven Lebens.
Kibbuzim entstanden bereits vor der Gründung Israels als Experimente mit geteilten Ressourcen und Gleichheit. Doch das Modell geriet in Schwierigkeiten, als sich Einzelne gegen die lebenslange Unterordnung unter die Gemeinschaft wehrten. Diese Widersprüche bilden den Hintergrund für Oz’ Werk.
Heinz Haun wird Auszüge aus dem Buch lesen, begleitet von Arne Meinhardt am Akkordeon und Anaïs am Cello. Die Veranstaltung verbindet Literatur und Musik, um über das Erbe der Kibbuzim nachzudenken – passend zum Vorabend des Unabhängigkeitstags.
Der literarische Abend bietet Einblicke in die Ideale und Konflikte der frühen Kibbuz-Gemeinschaften. Durch Oz’ Geschichten und live dargebotene Musik setzen sich die Besucher mit Themen wie kollektivem Leben und individuellen Träumen auseinander. Die Veranstaltung fällt mit dem Jahrestag der israelischen Staatsgründung zusammen und verleiht der Diskussion eine historische Tiefe.






