17 March 2026, 20:11

Lärmstreit um Kölner Volksbühne: Bundesgericht kippt Urteil und ordnet Neuprüfung an

Detailierte Karte von Köln, Deutschland, mit einem Gebäudeplan und begleitendem Text auf Papier.

Nachbarschaftsstreit mit der Kölner Volksbühne geht in die nächste Runde - Lärmstreit um Kölner Volksbühne: Bundesgericht kippt Urteil und ordnet Neuprüfung an

Ein langjähriger Streit zwischen dem Kölner Volksbühne-Theater und einem Anwohner hat eine neue Wendung genommen. Der Fall, der sich um Lärmbeschwerden und Baugenehmigungen dreht, wurde vom Bundesverwaltungsgericht in Leipzig zur erneuten Prüfung an das Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen in Münster zurückverwiesen.

Ausgelöst wurde der Konflikt, als ein Anwohner gegen eine Baugenehmigung klagte, mit der Teile einer ehemaligen Druckerei in der Nähe der Volksbühne zu einer Wohnung umgebaut werden sollten. Der Freie Volksbühne e. V., Träger des Theaters, argumentierte, dass seine Aufführungen bereits durch bestehende Rechte geschützt seien und nicht durch neuen Wohnraum eingeschränkt werden dürften.

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2023 hatte das Münsteraner Gericht zunächst zugunsten des Theaters entschieden und die Genehmigung wegen Lärmbelästigungen durch Abend- und Nachtvorstellungen widerrufen. Der Anwohner legte jedoch Berufung ein, woraufhin das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig eingriff.

Das Leipziger Gericht urteilte, dass die vorherige Entscheidung aus Münster nicht ausreichend faktisch fundiert gewesen sei. Es ordnete eine neue Verhandlung an, um alle relevanten Aspekte sorgfältig zu prüfen, bevor ein endgültiges Urteil gefällt werden kann.

Der Fall geht nun zurück nach Münster, wo das Oberverwaltungsgericht die Beweislage neu bewerten muss. Erst dann wird entschieden, ob die Baugenehmigung Bestand hat oder aufgehoben wird. Das Ergebnis wird zeigen, ob der Wohnungsumbau durchgeführt werden darf – oder ob die Theaterarbeit Vorrang hat.

Quelle