Kwasniok attackiert Bundesliga-Image: „Ab Platz zwei alles bodenlos“
Gerlinde HeinrichKwasniok attackiert Bundesliga-Image: „Ab Platz zwei alles bodenlos“
1. FC Kölns Cheftrainer Lukas Kwasniok kritisiert die negative Wahrnehmung der Bundesliga jenseits von FC Bayern München**
Lukas Kwasniok, Trainer des 1. FC Köln, hat sich gegen den Ruf der Bundesliga gewandt, in der nur der FC Bayern München zählt. Seine Äußerungen kommen nach einer schwierigen Phase des Vereins, der zwischen November und Anfang Januar 2026 ohne Sieg blieb. Trotz dieser Durststrecke belegt Köln derzeit Platz 10 – sieben Punkte über den Abstiegsrängen.
Kwasniok übt Kritik an der gängigen Einschätzung, wonach der zweite Platz oft als "wertlos" gelten würde. Dies bezeichnete er als ein "systemisches Problem" und warf der öffentlichen Meinung vor, dass Mannschaften ab Platz zwei "einfach abgeschrieben" würden. Seine Worte folgten auf eine Phase der Frustration im Team, die er jedoch als "natürlich" nach einer Serie schlechter Ergebnisse einordnete.
Der Trainer wies Gerüchte über Spannungen im Verein zurück und betonte, die Stimmung sei stets "gut" gewesen. Mit noch 16 Spieltagen in dieser Saison bekräftigte er, dass Kölns Priorität darin liege, den Abstand zur Abstiegszone zu wahren. Trotz der jüngsten Rückschläge sei man "voll auf Kurs", um dieses Ziel zu erreichen, so Kwasniok. Sein prägnanter Ausspruch "Ab Platz zwei alles bodenlos" – sinngemäß: Alles unter dem ersten Rang zählt nicht – unterstrich seine grundsätzlichen Bedenken hinsichtlich der Wahrnehmung der Bundesliga.
Aktuell ist Kölns Tabellenposition noch sicher, doch Kwasnioks Kritik spiegelt eine breitere Unzufriedenheit im deutschen Fußball wider. Die kommenden Spiele werden zeigen, ob der Verein seinen Vorsprung vor dem Abstiegskampf halten kann. Für den Trainer bleibt die Herausforderung damit zweifach: auf dem Platz und bei der Veränderung des Liga-Images.
