21 December 2025, 04:27

Kroymann dankt von Praunheim: "Du hast Großes erreicht"

Ein Plakat mit vier Personen in Kostümen, wobei drei stehen und eine auf einem Felsen kniet, umgeben von Text oben und unten.

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Kroymann würdigt von Praunheim: „Sie haben Großes geleistet“

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Kroymann würdigt von Praunheim: „Sie haben Großes geleistet“

  1. Dezember 2025, 09:35 Uhr

Rosa von Praunheim, eine prägende Figur der LGBTQ+-Bewegung und Pionier des Kampfes für queere Rechte, ist im Alter von 83 Jahren gestorben. Sein Tod wurde in der Nacht zum Mittwoch von Vertrauten bestätigt. Mit seinem mutigen Aktivismus und bahnbrechenden Filmen hinterlässt er ein bleibendes Erbe in der queeren Kultur.

Eine der ersten, die ihm Tribut zollte, war die Schauspielerin Maren Kroymann. Sie nannte ihn eine Ikone, deren Werk das gesellschaftliche Verständnis von Sichtbarkeit und Akzeptanz nachhaltig verändert habe.

Von Praunheims Einfluss reichte weit über die Filmkunst hinaus. 1991 löste er eine breite Debatte aus, als er die prominenten TV-Persönlichkeiten Alfred Biolek und Hape Kerkeling öffentlich outete. Kroymann blickt heute auf die Kontroverse zurück und betont, wie sehr diese Diskussionen über Selbstbestimmung und das Recht auf Coming-out vorangetrieben habe.

Sein kompromissloses Eintreten für queere Sichtbarkeit machte ihn zu einer zentralen Gestalt der deutschen Schwulenbewegung. Selbst nach seinem Tod wirkt sein Vermächtnis weiter – auf unerwartete Weise. Schauspieler Armin Dallapiccola, der von Praunheims Alter Ego im Film „Satanische Sau“ verkörperte, hatte bereits geplant, den Geist des Regisseurs auch posthum auf die Leinwand zu bringen. Kroymanns Würdigung unterstrich die Schuld, die man bei von Praunheim habe. Sie dankte ihm dafür, mitgeholfen zu haben, die liberalere Gesellschaft von heute zu schaffen – eine, in der queere Identitäten offener gelebt werden können.

Sein Tod hinterlässt eine Lücke in der LGBTQ+-Community, doch sein Wirken bleibt bestehen. Durch seine Filme, seinen Aktivismus und seinen furchtlosen Einsatz für Sichtbarkeit veränderte er den öffentlichen Diskurs. Die Ehrungen von Persönlichkeiten wie Kroymann und Dallapiccola zeigen, wie tief sein Werk nachhallt – und wie es auch künftig inspirieren wird.