10 January 2026, 00:25

Kriminalstatistik 2024: Bergisches Städtedreieck kämpft mit mehr Betrug und Messergewalt

Ein weißer Polizeiwagen parkt vor einer befahrenen Straße mit fahrenden Fahrzeugen, umgeben von Gras und Bäumen in einer ländlichen Gegend.

Kriminalstatistik 2024: Bergisches Städtedreieck kämpft mit mehr Betrug und Messergewalt

Kriminalstatistik 2024 im Bergischen Städtedreieck: Gemischtes Bild mit Licht und Schatten

Die Kriminalitätszahlen für 2024 im Bergischen Städtedreieck – zu dem Wuppertal, Remscheid und Solingen gehören – zeigen ein uneinheitliches Bild. Zwar gingen Delikte wie Einbrüche und Taschendiebstähle zurück, doch insgesamt stieg die Zahl der angezeigten Straftaten im Vergleich zum Vorjahr um 2.161 Fälle. Die lokale Polizei reagierte mit gezielten Maßnahmen, darunter neue Kampagnen und strengere Kontrollen.

Insgesamt wurden in den drei Städten 54.075 Straftaten registriert. Besonders auffällig: Betrugsfälle nahmen um 1.267 Delikte zu – ein Anstieg um 17,38 Prozent. Auch die Gewaltkriminalität stieg um 262 Fälle (11,65 Prozent), während die Straßenkriminalität um 641 Taten (5,98 Prozent) zunahm. Besorgniserregend bleibt die Entwicklung bei Messerstraftaten: Hier gab es 58 Fälle mit Klingen länger als 12 Zentimeter sowie 300 Vorfälle mit messerähnlichen Gegenständen.

Um der Messergewalt entgegenzuwirken, startete die Wuppertaler Polizei die Kampagne „#BesserOhneMesser“. Ziel ist es, das Bewusstsein für die Gefahren des Mitführens von Messern in der Öffentlichkeit zu schärfen. Parallel dazu führte die Polizei großangelegte Kontrollaktionen durch und verhängte individuelle Messerverbote. Trotz dieser Bemühungen sank die Aufklärungsquote leicht von 55,7 Prozent (2023) auf 54,1 Prozent.

Auch Betrugsmaschen gegen ältere Mitbürger nahmen zu: 186 Fälle von Telefonbetrug wurden gemeldet – der höchste Stand seit einem Jahrzehnt. Als Reaktion wurden 40 neue Senioren-Sicherheitsberater ausgebildet, die ältere Menschen dabei unterstützen, Betrugsversuche zu erkennen und zu vermeiden. Die Berater arbeiten nun direkt in den Gemeinden, um Prävention und Aufklärung zu stärken.

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Rund 40,5 Prozent der Tatverdächtigen im vergangenen Jahr waren nichtdeutsche Staatsangehörige. Die Polizei führt einen Teil des Kriminalitätsanstiegs auf organisierte Banden zurück, die grenzüberschreitend agieren.

Die aktuellen Zahlen spiegeln sowohl Herausforderungen als auch Fortschritte im Bergischen Städtedreieck wider. Zwar gingen Einbrüche und Taschendiebstähle zurück, doch bleiben Betrug, Gewaltdelikte und Messerstraftaten zentrale Problemfelder. Die Polizei setzt weiterhin auf Aufklärungskampagnen und konsequente Strafverfolgung, um den Trends entgegenzuwirken.