Kontrollierte Sprengung: 280 Meter hoher Schornstein des Kraftwerks Gersteinwerk fällt heute
Gerlinde HeinrichExplosion einer 280-Meter-Kaminanlage in einem Kraftwerk - Kontrollierte Sprengung: 280 Meter hoher Schornstein des Kraftwerks Gersteinwerk fällt heute
Heute wird der 280 Meter hohe Schornstein des Kraftwerks Gersteinwerk in Werne durch eine kontrollierte Sprengung abgerissen. Die Anlage gehörte einst zum Kohleblock des Werks, der 2019 stillgelegt wurde. RWE hat die Detonation für 11:00 Uhr angesetzt – ein wichtiger Schritt für die Neugestaltung des Geländes.
Der Schornstein war Teil der ehemaligen Kohleeinheit des Kraftwerks Gersteinwerk, das seit 1917 in Betrieb ist. Ursprünglich mit regionaler Steinkohle betrieben, stellte das Werk später auf Erdgas um. Der Kohleblock wurde 2019 abgeschaltet; die Rückbauarbeiten sollen bis Ende dieses Jahres abgeschlossen sein.
Für die Sprengung wird eine 400 Meter große Sicherheitszone um das Gelände eingerichtet. Ingenieure haben den Schornstein mit 140 Kilogramm Dynamit sowie speziellen Kipplagern aus Stahl versehen, um seinen Sturz zu steuern. Ein erfahrenes Sprengteam überwacht den Ablauf, um präzises Arbeiten zu gewährleisten.
Nach dem Abriss plant RWE am selben Standort den Bau eines neuen, wasserstofffähigen Gaskraftwerks. Die geplante Anlage soll etwa 800 Megawatt leisteten, doch eine finale Investitionsentscheidung steht noch aus.
Die Sprengung ebnet den Weg für eine moderne Energieanlage in Gersteinwerk. Wird das Projekt genehmigt, ersetzt das neue Gaskraftwerk die alte Kohleinfrastruktur – ein Symbol für den Wandel in der deutschen Energiewirtschaft.






