Komplexe Sprache in Pitches bringt Start-ups mehr Investitionen – Studie enthüllt den Grund
Heinz-Josef ZirmeKomplexe Sprache in Pitches bringt Start-ups mehr Investitionen – Studie enthüllt den Grund
Eine neue Studie deutscher Universitäten zeigt: Start-ups, die in ihren Pitches eine komplexe Sprache verwenden, erhalten mehr Investitionen. Forscher fanden heraus, dass differenzierte und nuancierte Ausdrucksweise die Glaubwürdigkeit und wahrgenommene Kompetenz von Gründern steigern kann. Die Ergebnisse wurden im Fachjournal Entrepreneurship Theory and Practice veröffentlicht.
Wissenschaftler der TU Dortmund, der Universität Passau und der Technischen Universität München analysierten 547 Pitches beim TechCrunch Disrupt Startup Battlefield. Dabei stellten sie fest, dass eine höhere sprachliche Komplexität im Schnitt zu 7,25 Prozent mehr Kapital führte – umgerechnet etwa 125.000 US-Dollar zusätzlich pro Start-up.
Die Studie unterstreicht, dass Investoren positiv auf Gründer reagieren, die kritisches Denken und die Fähigkeit demonstrieren, komplexe Zusammenhänge zu durchdringen. Prof. Lorenz Graf-Vlachy von der TU Dortmund betonte, dass solche Fähigkeiten in der unternehmerischen Kommunikation zunehmend an Bedeutung gewinnen. Gleichzeitig warnen die Forscher jedoch davor, dass eine zu komplexe Sprache Investoren verwirren oder Entscheidungen verzögern kann.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass ein ausgewogener Einsatz anspruchsvoller Sprache die Erfolgsaussichten bei der Kapitalbeschaffung verbessert. Gründer, die Nuancen und Differenzierungen überzeugend vermitteln, wirken kompetenter. Dennoch bleibt Klarheit entscheidend, um Missverständnisse zu vermeiden.






