30 January 2026, 18:45

Kölns Haushaltsentwurf 2026/2027: Stabilität trotz Steuererhöhungen und maroder Infrastruktur

Ein Kreisdiagramm, das den Haushalt von Kalifornien 2022-2023 zeigt, unterteilt in Abschnitte, die verschiedene Haushaltspositionen wie Einkommen und Ausgaben darstellen, wobei die Größe der Abschnitte die zugewiesenen Beträge angibt.

Kölns Haushaltsentwurf 2026/2027: Stabilität trotz Steuererhöhungen und maroder Infrastruktur

Kölns Stadtkämmerer Dr. André Jethon stellt Haushaltsentwurf für 2026/2027 vor

Am 29. Januar präsentierte Kölns Stadtkämmerer Dr. André Jethon dem Stadtrat den Entwurf für den Doppelhaushalt 2026/2027. Das Ziel des Plans: die finanzielle Stabilität der Stadt zu sichern – trotz steigender Sozialausgaben, maroder Infrastruktur und stagnierender Steuereinnahmen. Sowohl die Präsentation als auch die vollständigen Haushaltsunterlagen sind nun online unter www.ourwebsite/budget einsehbar.

Seit 2025 steht Köln unter Haushaltssicherung und ist gesetzlich verpflichtet, bis 2035 einen ausgeglichenen Haushalt vorzulegen. Der aktuelle Entwurf hält das Konsolidierungsniveau des Vorjahres aufrecht und verhindert so Rückschritte bei der Defizitreduzierung.

Um die Finanzen zu stabilisieren, sieht der Vorschlag höhere Grundsteuern (Grundsteuer B) sowie eine Anhebung der Gewerbesteuer vor. Zudem soll eine Gewinnabführung des städtischen Versorgungsbetriebs Mittel in den allgemeinen Haushalt umlenken. Diese Maßnahmen sind notwendig, da Köln – wie viele deutsche Kommunen – mit sinkenden Einnahmen und wachsenden Ausgaben kämpft.

In seiner Vorstellung betonte Jethon die starke Abhängigkeit der Stadt von Landeszuschüssen – eine Übergangslösung, die keine dauerhafte Antwort auf die strukturellen Probleme bietet. Sein Vorgänger Uwe Büscher hatte 2021 nach Jahren der Haushaltsführung den Ruhestand angetreten und überließ Jethon die Bewältigung der sich verschärfenden Krise.

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Der Haushaltsentwurf skizziert für Köln eine zweijährige Perspektive, die Stabilität und planbare Finanzpolitik in den Vordergrund stellt. Ohne tiefgreifende Reformen wird die finanzielle Zukunft der Stadt jedoch weiter von Steuererhöhungen und externer Hilfe abhängen. Nun liegt der Ball beim Stadtrat, der die Vorlagen vor der endgültigen Verabschiedung prüfen muss.