Köln stoppt Parkplatz-Ausbau im Afrikanischen Viertel – doch Widerstand droht
Heinz-Josef ZirmeKöln stoppt Parkplatz-Ausbau im Afrikanischen Viertel – doch Widerstand droht
Köln will Vorgärten im Afrikanischen Viertel von 1 fc köln schützen
Die Stadt Köln plant, die Vorgärten im Afrikanischen Viertel des Stadtteils Nippes stärker zu bewahren. Mit einer neuen Bebauungsverordnung soll die Anlegung zusätzlicher Parkplätze in mehreren Straßen unterbunden werden. Bestehende Stellflächen bleiben jedoch aufgrund von Bestandsregelungen unangetastet.
Aktuell dürfen Hausbesitzer in Nordrhein-Westfalen Vorgärten ohne besondere Genehmigung in Parkplätze umwandeln. Diese Praxis hat im Afrikanischen Viertel – einem für seinen historischen Charme bekannten Quartier – zu Sorgen über den Verlust von Grünflächen geführt.
Die geplante Verordnung sieht vor, dass neue Flächen nur noch versiegelt werden dürfen, wenn sie dringenden Zufahrtserfordernissen dienen. Zwar liegen keine offiziellen Zahlen vor, wie viele Vorgärten in den letzten Jahren Parkplätzen weichen mussten, doch betonen Stadtvertreter die Bedeutung des Erhalts der grünen Lunge des Viertels.
Der Haus- und Grundbesitzerverein Köln kritisiert die Pläne scharf und bezeichnet sie als unzulässige rückwirkende Einschränkung. Die Vereinigung rechnet damit, dass Eigentümer gegen die Verordnung vorgehen und möglicherweise formelle Widersprüche einlegen werden. Im März wird der Stadtentwicklungsausschuss Köln über die Vorhaben beraten.
Falls die neuen Regeln verabschiedet werden, verhindern sie künftige Parkplatzausweitungen, während bestehende Flächen erhalten bleiben. Die Stadt setzt weiterhin auf die Bewahrung des grünen und historischen Charakters des Afrikanischen Viertels. Widerstand seitens der Eigentümer könnte die endgültige Entscheidung jedoch verzögern oder verändern.