KitschKrieg revolutioniert mit globalem Sound und schwarzer Ästhetik die deutsche Musikszene
Gotthold UllmannKitschKrieg revolutioniert mit globalem Sound und schwarzer Ästhetik die deutsche Musikszene
Das Berliner Kollektiv KitschKrieg macht mit seinem markanten Sound und einer scharf konturierten Ästhetik von sich reden. Ihre Musik verbindet globale Einflüsse mit einem minimalistischen, handwerklich geprägten Ansatz. Ebenso auffällig ist die visuelle Identität der Gruppe – geprägt von schlichten, schwarz-weißen Bildwelten, die das Mitglied Awhodat gestaltet.
KitschKrieg lässt sich von jamaikanischen Rhythmen, afrikanischen Clubbeats und internationalem Nischenrap inspirieren. Ihr Klang bricht bewusst mit deutschen Pop-Konventionen und erinnert stattdessen an die reduzierte Ästhetik von Künstlern wie Paul Kalkbrenner. Samples von Blümchen und Kraftwerk finden sich häufig in ihren Tracks und bereichern ihr eklektisches Klangbild.
Ihre beiden letzten Alben, beide unter dem Titel German Engineering erschienen, entstanden in Zusammenarbeit mit Musiker:innen aus aller Welt. Für die Gruppe ist der Slogan Made in Germany ein spielerisches Meme – eine ironische Abkehr von Klischees nationaler Identität. Die Texte des Rappers Baran Kok, die oft von Dealern auf Raves handeln, unterstreichen zusammen mit den Instrumentals ihren Underground-Charakter.
Der weltweite Hype um ihr Album Gut Genug zeigt, wie Streaming Popmusik über Grenzen hinweg trägt. Awhodat, das dritte Mitglied des Kollektivs, zeichnet für Fotos und Videos verantwortlich und sorgt dafür, dass die Optik ihrer klanglichen Präzision entspricht.
Mit ihrer Musik und Ästhetik heben sich KitschKrieg in einer überfüllten Szene ab. Ihre internationale Ausstrahlung und der ironische Umgang mit deutscher Identität haben ihnen eine einzigartige Position verschafft. Mit jedem Release definiert die Gruppe Erwartungen neu.
