30 December 2025, 06:18

Kempen plant klimaneutrales Gewerbegebiet bis 2026 mit Solarenergie und Bürgerbeteiligung

Eine Parkszene mit verschiedenen Pflanzen, Bäumen und einem einzelnen Pfahl.

Kempen plant klimaneutrales Gewerbegebiet bis 2026 mit Solarenergie und Bürgerbeteiligung

Neue Initiative treibt Klimaneutralität im Kempener Gewerbegebiet „Industriering Ost / Am Selder“ voran

Ein neues Vorhaben zielt darauf ab, das Kempener Industriegebiet „Industriering Ost / Am Selder“ vollständig klimaneutral zu gestalten. Das Projekt, das von der Stadt, lokalen Unternehmen und Energieexperten getragen wird, soll Emissionen reduzieren und gleichzeitig nachhaltiges Wachstum fördern. Bei einer kürzlichen Veranstaltung wurden zentrale Maßnahmen vorgestellt – darunter der Ausbau der Solarenergie und die Steigerung der Energieeffizienz.

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An der Zusammenarbeit beteiligt sind die Stadt Kempen, die IHK, die Stadtwerke Kempen sowie der Kempener Unternehmensverband (UKK). Gemeinsam haben sie eine Machbarkeitsstudie für 2024 in Auftrag gegeben, die aufzeigt, wie der Industriepark Klimaneutralität erreichen kann. Lokale Betriebe zeigen großes Interesse, insbesondere am Ausbau von Photovoltaikanlagen (PV) auf ihren Betriebsflächen.

Auf einem jüngsten Workshop wurden Themen von Brandschutz für Solaranlagen über Versicherungsanforderungen bis hin zur Netzstabilität diskutiert. Carsten Seel und Ludger Rupp stellten die Initiative „Bürgerenergie Kempen“ vor, die Bürgerinnen und Bürger zur Beteiligung an Erneuerbare-Energien-Projekten motivieren soll. Unterdessen bestätigte Kempens Klimaschutzbeauftragte, Dr. Dorothee Ströh, Pläne für die Installation neuer PV-Anlagen auf städtischen Gebäuden. Der kommunale Wärmewendeplan der Stadt, der in diesem Jahr finalisiert wurde, soll ab 2026 schrittweise umgesetzt werden. Auch die Stadtwerke Kempen übernehmen eine Schlüsselrolle bei der Gestaltung des klimaneutralen Gewerbegebiets.

Um praktische Einblicke zu teilen, präsentierte die Alois Müller GmbH – ein familiengeführtes Energietechnikunternehmen mit 1.000 Mitarbeitenden – ihren eigenen Weg zur Klimaneutralität. Das Unternehmen erreichte dies durch CO₂-neutrale Vorfertigung, die Integration erneuerbarer Energien sowie Projekte wie das ModulPro Energiezentrum in Ulm, das Effizienz mit Emissionsreduktion verbindet.

Das Projekt geht mit klarer Unterstützung von Kommunalpolitik und Wirtschaft voran. Machbarkeitsstudien und Bürgerinitiativen werden die nächsten Schritte hin zu einer emissionsfreien Industriezone lenken. Die Umsetzung des Wärmewendeplans und der neuen PV-Anlagen soll innerhalb der nächsten zwei Jahre beginnen.