16 March 2026, 14:12

Karin Hanczewski: Vom Pizza-Lieferjob zur Tatort-Kommissarin und LGBTQ+-Aktivistin

Eine Frau in einem pinken Kleid mit zurückgebundenem Haar, die direkt in die Kamera schaut, auf dem Cover eines Magazins mit der Aufschrift "Le Theatre".

Karin Hanczewski: Vom Pizza-Lieferjob zur Tatort-Kommissarin und LGBTQ+-Aktivistin

Karin Hanczewski ist zu einem bekannten Gesicht im deutschen Fernsehen geworden – vor allem durch ihre neunjährige Rolle als Kommissarin Karin Gorniak in Tatort Dresden. Doch ihr Weg zum Erfolg war alles andere als geradlinig. Bevor sie die Rolle erhielt, jobbte sie in prekären Verhältnissen, erlebte Vorurteile in der Branche und wechselte sogar den Beruf, um ihrer Leidenschaft zu folgen.

Ursprünglich studierte Hanczewski auf Wunsch ihrer Eltern Jura, gab das Fach jedoch später auf, um Schauspielerin zu werden – eine Entscheidung, die sie in Jahre finanzieller Unsicherheit stürzte. Um über die Runden zu kommen, lieferte sie Pizzen aus und arbeitete als Putzkraft, während sie gleichzeitig zu Castings ging.

Ihr Durchbruch gelang ihr mit Tatort, doch hinter den Kulissen stieß sie auf Diskriminierung. Einige aus der Branche behaupteten, sie könnten sie wegen ihrer sexuellen Orientierung nicht besetzen. Trotzdem ließ sie sich nicht entmutigen.

2021 bezog Hanczewski öffentlich Stellung, indem sie sich als queer outete. Sie initiierte mit das ActOut-Manifest, das in der Süddeutschen Zeitung veröffentlicht wurde und mehr Sichtbarkeit für LGBTQ+-Personen in den deutschen Medien forderte. Für sie war dieser Schritt sowohl persönlich als auch politisch.

Hanczewskis Karriere steht für Widerstandsfähigkeit angesichts von Widerständen. Von unsicheren Jobs bis zu branchenspezifischen Vorbehalten kämpfte sie sich durch, bis sie schließlich eine langjährige Rolle in Tatort ergatterte. Ihr Engagement bei ActOut markierte zudem einen Wendepunkt – als Stimme für Veränderung in einer Branche, in der Repräsentation nach wie vor ungleich verteilt ist.

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