Kanye Wests Konzerte in London und Polen nach Hassrede abgesagt – Albanien bleibt dabei
Heinz-Josef ZirmeKanye Wests Konzerte in London und Polen nach Hassrede abgesagt – Albanien bleibt dabei
Die geplanten Konzerte von Kanye West in London und Polen sind aufgrund wachsender Kritik an seinen umstrittenen Äußerungen abgesagt worden. Zudem hat Großbritannien dem Rapper die Einreise verweigert. Trotz der Absagen soll er im kommenden Monat wie geplant in Tirana, Albanien, auftreten.
Polen sagte das Konzert nach scharfer Verurteilung durch Behörden ab, die sich gegen Wests wiederholte Bewunderung für Adolf Hitler und die nationalsozialistische Ideologie aussprachen. Die Behörden begründeten die Entscheidung damit, dass seine Ansichten mit den Werten und der Geschichte des Landes unvereinbar seien. Der Schritt folgte einer ähnlichen Maßnahme in Großbritannien, wo ihm die Einreise verweigert wurde, da befürchtet wird, seine Anwesenheit könnte Unruhen schüren.
West steht seit Jahren wegen antisemitischer Äußerungen und Hassrede in der Kritik. Zahlreiche Marken beendeten die Zusammenarbeit mit ihm, und viele Fans wandten sich ab. Dennoch findet sein Auftritt in Tirana am 11. Juli wie geplant statt. Die Veranstalter haben eigens eine Bühne für 60.000 Besucher errichtet.
Die Absagen in London und Polen sind die jüngsten Folgen von Wests provokanter Rhetorik. Sein Konzert in Tirana wird hingegen stattfinden. Die unterschiedlichen Reaktionen zeigen, wie verschieden der Umgang mit der Balance zwischen Meinungsfreiheit und der Ablehnung von Hassrede sein kann.






