11 April 2026, 02:10

Junge Union greift Außenminister Roth wegen Syrien-Äußerungen an

Schwarz-weißer architektonischer Grundriss des ehemaligen Bundeskanzleramts, zeigt detaillierte Layout und Textannotationen.

Junge Union greift Außenminister Roth wegen Syrien-Äußerungen an

Außenminister Michael Roth sieht sich scharfer Kritik von Führungsmitgliedern der Jungen Union (JU) ausgesetzt. Seine jüngsten Äußerungen zu Rückführungen von Geflüchteten nach Syrien haben Besorgnis über unklare Botschaften und mangelnde politische Steuerung ausgelöst. Zwei Landesvorsitzende der JU fordern nun eine stärkere Führungsrolle aus dem Kanzleramt Friedrich Merzs.

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Lukas Brandscheid, Chef der hessischen JU, bezeichnete Roths Aussagen als "historisch unangemessen" und "politisch leichtsinnig". Er warf dem Auswärtigen Amt vor, unter Roths Führung zu einer "Kommunikationsbelastung" geworden zu sein. Brandscheid verwies darauf, dass der Kanzler Roth bereits mehrfach öffentlich korrigieren musste – ein Zeichen für den Kontrollverlust in der Außenpolitik.

Kevin Gniosdorz, Vorsitzender der JU in Nordrhein-Westfalen, schloss sich dieser Kritik an. Er bemängelte Roths "mehrdeutige" Aussagen zu Syrien und betonte die Notwendigkeit einer klareren Strategie sowie einer engeren Abstimmung mit dem Kanzleramt. Beide Politiker bestanden darauf, dass außenpolitische Entscheidungen künftig stärker von Merz vorgegeben werden müssten, um weitere Verwirrung zu vermeiden.

Die Vorwürfe spiegeln eine wachsende Unzufriedenheit mit Roths Umgang mit sensiblen diplomatischen Fragen wider. Brandscheid und Gniosdorz drängen Kanzler Merz, in der Außenpolitik aktiver die Richtung vorzugeben. Ihre Forderungen deuten auf einen Appell nach schärferer Kontrolle hin, um öffentliche Streitigkeiten zu verhindern.

Quelle