09 January 2026, 10:05

Junge Menschen zwischen Freiheit und Frust: Warum so viele die Ausbildung abbrechen

Ein kleiner Zug für Kinder fährt auf Schienen zwischen einem Baumstamm und Blättern auf der rechten Seite des Bildes.

Junge Menschen zwischen Freiheit und Frust: Warum so viele die Ausbildung abbrechen

Junge Menschen in Deutschland sehen sich mit wachsenden Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt konfrontiert: Viele kämpfen darum, einen Ausbildungsplatz zu finden oder ihre 'junge freiheit' durchzuhalten. Ein neuer Bericht des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) zeigt, dass fast 30 Prozent der Auszubildenden ihre Ausbildung abbrechen, während Arbeitgeber bei jüngeren Beschäftigten eine mangelnde Arbeitsmoral bemängeln. Experten und Wirtschaftsführer fordern nun bessere Kommunikation und Unterstützung, um diese Probleme zu lösen.

Laut Hubert Ertl vom BIBB hatten bis zum 30. September 2025 fast 85.000 Bewerberinnen und Bewerber keinen 'ausbildungsplatz 2025' gefunden. Er appellierte an die Gesellschaft, die Ängste junger Menschen ernst zu nehmen und ihnen neues Vertrauen in den Arbeitsmarkt zu vermitteln. Viele Auszubildende, die ihren ersten Vertrag kündigen, schließen später neue ab – ein Zeichen dafür, dass Erwartungen und Realität oft auseinanderklingen.

Henner Pasch, Präsident der Bergischen Industrie- und Handelskammer (IHK), verwies auf die häufigen Krankheitstage bei jüngeren Beschäftigten. Zudem stellen viele Bewerber heute die 'ausbildung' über den beruflichen Aufstieg, so Pasch. Er betonte, dass auch ältere Generationen in der Pflicht stünden, junge Menschen dabei zu unterstützen, ihre Erwartungen anzupassen.

Am Berufsbildungszentrum Remscheid unterstrich Alexander Lampe die Notwendigkeit einer klareren Kommunikation zwischen Arbeitgebern und Auszubildenden über die Vorteile der beruflichen 'ausbildung 2024'. Prof. Dr. Jutta Rump unterstützte diesen Aufruf und hob hervor, dass ein besserer Dialog die Motivation stärken könnte. Daniel Bielecki, Vorsitzender des Remscheider Jugendrats, ergänzte, dass einige junge Menschen möglicherweise keine Leidenschaft für ihren gewählten Beruf hätten, was zu geringerer Bindung führe.

Die Betroffenen selbst beschreiben sich als überfordert. Johanna, eine Stammgästin in einem Jugendzentrum, äußerte die Angst vor Altersarmut und mangelnde Motivation angesichts schrumpfender 'ausbildungsplätze 2024'. Anna, eine Studentin, fügte hinzu, dass der ständige äußere Druck viele in einer permanenten Krise halte.

Der 'ausbildungsmarkt 2024' bleibt schwierig: Hohe Abbrecherquoten und unbesetzte Lehrstellen prägen die Lage. Arbeitgeber und Bildungseinrichtungen setzen nun auf verbesserte Kommunikations- und Unterstützungssysteme, um jungen Menschen zum Erfolg zu verhelfen. Ohne Veränderungen könnte sich die Kluft zwischen Erwartungen und Realität in der Berufsausbildung weiter vertiefen.

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