06 March 2026, 06:12

Inklusionsnetzwerk Landshut plant ganzjährige Kulturtermine für alle

Eine Gruppe von Menschen im Rollstuhl, die in einem Raum mit Stühlen, Pflanzen und Deckenleuchten Musikinstrumente spielen, mit einigen Individuen, die auf Stühlen sitzen, was auf ein Rollstuhlband-Event hindeutet.

Inklusionsnetzwerk Landshut plant ganzjährige Kulturtermine für alle

Das Inklusionsnetzwerk im Landkreis Landshut ändert sein Konzept für kulturelle Veranstaltungen. Statt einer einzigen jährlichen Aktionswoche plant die Initiative nun Termine für inklusive Angebote über das ganze Jahr verteilt. Bei einem jüngsten Treffen im Landratsamt ging es darum, Kultur für alle zugänglicher zu machen – unabhängig von Behinderung oder Herkunft. Die Behindertenbeauftragte Linda Pilz betonte die Bedeutung gleichberechtigter Teilhabe am kulturellen Leben. Jeder Mensch solle die Möglichkeit haben, sich mit Kunst und Veranstaltungen auseinanderzusetzen – ganz gleich, unter welchen Voraussetzungen. Bei der letzten Zusammenkunft des Netzwerks wurden Ideen gesammelt, wie inklusive Kultur ausgebaut werden kann. In einer World-Café-Runde schlagen Teilnehmer vor, bestehende Programme barriereärmer zu gestalten. Zu den Vorschlägen zählten Kurzfilmfestivals, Lesungen und Konzerte in barrierefreien Räumen. Die Anwesenden tauschten sich auch über persönliche Favoriten aus, etwa Musikprojekte, inklusive Filmabende oder Kooperationen mit Schulen und bekannten Künstlern. Als mögliche Leitmottos für die Initiative wurden Bühne offen für Vielfalt und Kultur ohne Barrieren diskutiert. Vier zentrale Termine stehen bereits fest: Ein Community-Tanzworkshop findet am 15. und 16. November 2025 statt, gefolgt von einem inklusiven Kochabend am 28. November 2025. Weitere Höhepunkte sind ein Konzert mit Lesung zum Thema Demenz am 22. Mai 2026 sowie ein Auftritt des Komikers Martin Fromme am 25. September 2026. Als mögliche Veranstaltungsorte wurden Schulen, Seniorenzentren, Rathäuser, Dorfbühnen, Kinos, Vereinsräume und die Sparkassenarena genannt. Seit dem Wechsel zum ganzjährigen Programm sind jedoch noch keine weiteren Termine öffentlich bekannt gegeben worden. Mit dem neuen Ansatz will das Inklusionsnetzwerk Barrierefreiheit fest im Kulturleben verankern. Durch die Verteilung der Veranstaltungen über verschiedene Monate und Orte hoffen die Organisatoren, ein breiteres Publikum zu erreichen. Die bestätigten Termine und Locations bieten einen ersten Rahmen – weitere Details zu zusätzlichen Aktivitäten bleiben vorerst jedoch offen.

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