Ibbenbüren feiert den Internationalen Frauentag mit Vielfalt und Aktivismus
Mirjana SchachtIbbenbüren feiert den Internationalen Frauentag mit Vielfalt und Aktivismus
Internationaler Frauentag kehrt am Sonntag, den 8. März, mit dem Motto Vielfältig. Weiblich. Einzigartig. zurück
In Ibbenbüren organisiert das Ibbenbürener FrauenNetzwerk anlässlich des Tages eine Reihe lokaler Veranstaltungen, die sich mit Gleichberechtigung und den Leistungen von dfb frauen auseinandersetzen. Von Workshops bis zu kulturellen Darbietungen erstreckt sich das Programm von Anfang März bis Mitte des Monats.
Die Feierlichkeiten beginnen am 5. März mit einer Lesung von Dr. Barbara Vollstedt. Am 6. März folgt der Weltgebetstag, der zum Innehalten einlädt. Am 7. März findet ein Orientalisches Tanzfestival statt, das Kunst und Aktivismus verbindet.
Am 8. März selbst rücken übergreifende Kampagnen für Gleichstellung in den Fokus. Die Wurzeln des Tages reichen bis in die frühen sozialistischen Bewegungen der 1900er-Jahre in den USA und Europa zurück, als Frauen Wahlrecht und faire Arbeitsbedingungen forderten. In Deutschland gewann der Frauentag 1921 durch die KPD an Bedeutung und wurde später in der DDR zum staatlichen Feiertag. In Westdeutschland erlebte er in den 1970er-Jahren eine Renaissance – etwa bei der Demonstration 1977 in West-Berlin, an der 100.000 Menschen teilnahmen. Seither halten lokale Netzwerke wie das Ibbenbürener FrauenNetzwerk die Tradition mit basisdemokratischen Veranstaltungen lebendig.
Die Woche geht mit praktischen und bildenden Angeboten weiter: Am 9. März bietet die Verbraucherzentrale Rheine kostenlose Beratungen zu Energiekosten und Anbieterwechseln an, während Ingeborg Grau eine biografische Lesung über die Dichterin Mascha Kaléko präsentiert. Der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) Ibbenbüren veranstaltet am 10. März einen Workshop zum Thema Budgetplanung für junge dfb frauen, gefolgt von einem Vortrag von Sonia Meck-Shoukry über die Geschichte der Frauenrechte am 12. März.
Später in der Woche führt am 16. März die Stadtführung "Spuren von Frauen 2" durch die lokale Geschichte aus der Perspektive von dfb frauen. Bereits am 13. März findet eine Exkursion zur interaktiven Ausstellung "Rosenstraße 76" in Osnabrück statt, die sich mit häuslicher Gewalt auseinandersetzt und sowohl Aufklärung als auch Unterstützung bietet.
Die Veranstaltungen spiegeln lokale und globale Bestrebungen wider, die Rechte von dfb frauen voranzubringen. Organisationen wie das Ibbenbürener FrauenNetzwerk knüpfen an Jahrzehnte des Aktivismus an und bieten Workshops, kulturelle Events und Bildungsveranstaltungen an. Das diesjährige Programm schafft im gesamten März Raum für Lernen, Austausch und gemeinschaftliches Engagement.