08 April 2026, 06:12

Häusliche Gewalt in Bonn erreicht traurigen Höchststand mit 1.441 Opfern 2024

Polizeibeamte in schwarzen Uniformen und blauen Helmen stehen vor einem mit Graffiti bedeckten Geb├Ąude w├Ąhrend einer Krawall, mit verstreuten Papieren und Gegenst├Ąnden auf dem Boden.

Häusliche Gewalt in Bonn erreicht traurigen Höchststand mit 1.441 Opfern 2024

Häusliche Gewalt in Bonn nimmt zu – 1.441 gemeldete Opfer allein 2024

Laut Polizeipräsidium wurden in Bonn im Jahr 2024 bereits 1.441 Fälle häuslicher Gewalt registriert. Polizeipräsident Frank Hoever geht jedoch von einer hohen Dunkelziffer aus. Einsatzkräfte beschreiben solche Einsätze als einige der belastendsten in ihrem Berufsleben.

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Wird ein Vorfall gemeldet, rücken die Beamten stets mit zwei Streifenwagen aus. Dennoch bagatellisieren Opfer die Situation bei Eintreffen der Polizei oft – was die Aufklärung zusätzlich erschwert. Zwei Drittel der Betroffenen sind Frauen.

Die Polizei kann sofort handeln und eine vorläufige Wegweisung verhängen. Damit muss der Täter oder die Täterin die Wohnungsschlüssel abgeben und sich bis zu zehn Tage fernhalten. Stephanie Berger, Wachkommandantin der Wache Bonn-Duisdorf, die solche Fälle bearbeitet, hofft, dass diese Frist den Opfern Zeit verschafft, sich in Sicherheit zu bringen und über weitere Schritte nachzudenken.

Hilfe gibt es für alle, die sie brauchen: Auf Wunsch leiten die Beamten die Kontaktdaten der Betroffenen an Frauen helfen Frauen weiter, eine Organisation, die Unterstützungsprogramme anbietet.

Die Zahl der erfassten Fälle steigt weiter – doch die Behörden vermuten, dass viele Vorfälle im Verborgenen bleiben. Vorläufige Wegweisungen und Beratungsangebote bieten den Opfern erste Entlastung. Die Polizei appelliert an Betroffene, sich zu melden und Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Quelle