Güterslohs Urban Stack revolutioniert digitale Städte mit smarten Datenlösungen
Gerlinde HeinrichGüterslohs Urban Stack revolutioniert digitale Städte mit smarten Datenlösungen
Gütersloh startet Urban Stack – digitale Plattform für smarte Städte
Gütersloh hat den Urban Stack eingeführt, eine neue digitale Plattform, die Kommunen dabei unterstützen soll, Daten auszutauschen und Lösungen für die "Smart City" zu entwickeln. Das System zielt darauf ab, Kosten zu senken und die Effizienz zu steigern, indem es eine gemeinsame Infrastruktur für lokale Behörden schafft. Der stellvertretende Bürgermeister Carsten Schlepphorst ist überzeugt, dass die Plattform sowohl Geld als auch Ressourcen für die beteiligten Städte und Gemeinden sparen wird.
Die Plattform konzentriert sich zunächst auf die Erfassung sensorbasierter Daten, etwa zu Fußgängeraufkommen, Hochwasserständen und Mikroklima-Messwerten. Zudem umfasst sie ein Open-Data-Portal, über das die Öffentlichkeit auf bestimmte Informationen zugreifen kann. Jede Kommune behält dabei die volle Kontrolle über ihre Daten und entscheidet selbst, wer sie einsehen oder nutzen darf.
Gütersloh bietet den Urban Stack anderen Kommunalverwaltungen zur gemeinsamen Nutzung und Weiterentwicklung an. In der Pilotphase zahlen teilnehmende Städte und Gemeinden eine einmalige Gebühr von 5.000 Euro (netto) für die technische Einrichtung und die Integration der Sensoren. Das Projekt hat bereits auf Smart-City-Veranstaltungen und Digitalkonferenzen bundesweit Aufmerksamkeit erregt.
Bürgermeister und Kreisvertreter aus Gütersloh, Rheda-Wiedenbrück, Rietberg, Verl, Detmold und dem Kreis Gütersloh haben eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, um das System einzuführen. Die Plattform fördert die Zusammenarbeit von Kommunen bei digitalen Anwendungen, während jede Gemeinde ihre Datensouveränität behält.
Der Urban Stack ermöglicht es lokalen Behörden, Ressourcen zu bündeln und Dienstleistungen durch gemeinsame Technologien zu verbessern. Mit mehreren Kommunen bereits an Bord könnte das System weiter wachsen, sobald mehr Städte seine Vorteile erkunden. Die einmalige Pilotgebühr und der Fokus auf praktischen Datenaustausch könnten die Verbreitung in Zukunft vorantreiben.
