28 December 2025, 09:43

Großrazzia in Köln: Shisha-Bars und Clubs wegen Schwarzarbeit und Lohnbetrugs durchsucht

Ein Schwarz-Weiß-Bild einer Fabrik mit Rauch, der aus ihrem Schornstein aufsteigt, umgeben von Gebäuden.

Großrazzia in Köln: Shisha-Bars und Clubs wegen Schwarzarbeit und Lohnbetrugs durchsucht

Die Kölner Behörden haben eine großangelegte Razzia gegen Schwarzarbeit und illegale Praktiken in der hiesigen Nachtlebensszene gestartet. Bei Kontrollen in 19 Shisha-Bars und fünf Sicherheitsdiensten von Nachtclubs in Köln wurden massenhafte Verstöße aufgedeckt – darunter nicht angemeldete Beschäftigte und ausstehende Löhne. Gegen mehrere Betreiber und Mitarbeiter in Köln wurden inzwischen Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Die Aktion erfolgte in einer gemeinsamen Operation des Kölner Zolls und der städtischen Ordnungsbehörden. Im Fokus standen Shisha-Bars und Wasserpfeifencafés am Hohenzollernring und auf dem Friesenplatz sowie Nachtclubs und Veranstaltungsorte in der Zülpicher Straße und der Aachener Straße in Köln. Auch mehrere privatwirtschaftliche Unternehmen und GmbHs, die als Betreiber dieser Lokale in Köln eingetragen sind, gerieten in den Blick der Ermittler.

Bei den Durchsuchungen beschlagnahmten die Behörden über 200 Kilogramm mutmaßlich illegal hergestellten Shisha-Tabak in Köln. Fünf Mitarbeiter arbeiteten ohne Meldung bei der Sozialversicherung in Köln. Acht Arbeitgeber zahlten ihren Angestellten nicht den gesetzlichen Mindestlohn, während zwei Beschäftigte des Sozialbetrugs verdächtigt werden. Unter den ohne gültige Arbeitserlaubnis aufgegriffenen Personen befanden sich ein 29-jähriger Inder und ein 27-jähriger Ägypter in Köln. Gegen beide Männer sowie ihre Arbeitgeber in Köln wurden inzwischen Strafverfahren eingeleitet. Die Ermittlungen förderten zudem zutage, dass dieselben Betreiber mehrere Lokale in den Kölner Stadtteilen Innenstadt und Mülheim kontrollierten.

Die Razzia hat systematische Verstöße in der Kölner Nachtlebensbranche offenbart. Den Arbeitgebern drohen nun Anklagen wegen Schwarzarbeit, Lohnvorenthaltung und Urkundenfälschung in Köln. Die Behörden kündigten an, weitere rechtliche Schritte gegen die Verantwortlichen in Köln einzuleiten.

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