15 March 2026, 20:19

Große Demo in Düsseldorf fordert Prüfung rechtsextremer Parteien durch Verfassungsgericht

Eine Gruppe von Menschen hält ein Transparent mit der Aufschrift 'Öffnet die Grenzen, rettet Leben, kämpft gegen Faschismus' vor einem Gebäude mit Glasfenstern und einem Mast im Hintergrund, mit einem Fahrrad und einer Tasche auf der Straße.

Große Demo in Düsseldorf fordert Prüfung rechtsextremer Parteien durch Verfassungsgericht

Am Samstag, dem 14. März 2026, findet in Düsseldorf eine Demonstration statt, die eine Überprüfung rechtsextremer Parteien fordert. Die Veranstalter rufen das Bundesverfassungsgericht auf, alle Gruppen zu prüfen, die als rechtsextrem eingestuft oder unter Extremismusverdacht stehen. Die Kundgebung wird von mehreren Bundesländern unterstützt, während Nordrhein-Westfalen sie bisher noch nicht befürwortet hat.

Die unter dem Motto "ÜBERPRÜFEN!" stehende Veranstaltung beginnt um 14:00 Uhr vor dem Landtag von Nordrhein-Westfalen. Teilnehmer werden aufgefordert, sich bereits um 12:33 Uhr am Bahnhof Bergisch Gladbach, Gleis 1, zu versammeln, um gemeinsam zur Demonstration anzureisen.

Im Mittelpunkt des Protests steht die AfD (Alternative für Deutschland), die vom Bundesamt für Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremer Bestrebung eingestuft wurde. Diese Einstufung wird derzeit vom Verwaltungsgericht Köln überprüft; die Hauptverhandlung läuft noch im Jahr 2026. Mehrere Landesverbände der AfD – darunter in Brandenburg, Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen – gelten bereits als gesichert rechtsextrem, während die Bundes-AfD weiterhin als Prüffall eingestuft wird. Aktuell steht keine andere Partei vor einer möglichen Verbotsprüfung durch das Bundesverfassungsgericht, obwohl die Identitäre Bewegung Deutschland (IBD) früher eine Parteigründung erwogen hatte, jedoch nicht offiziell anerkannt wurde.

Der Bergisch Gladbacher Verein für Demokratie und Vielfalt (DeVi) unterstützt die Demonstration. Die Veranstalter weisen darauf hin, dass der Bundesrat eine solche Überprüfung mit einfacher Mehrheit einleiten könnte. Weitere Informationen gibt es auf den offiziellen Websites www.pruef-demos.de und www.gl-devi.de sowie auf den Social-Media-Plattformen Instagram, Facebook und TikTok unter @gl.de.vi.

Ziel der Demonstration ist es, eine rechtliche Prüfung rechtsextremer Gruppierungen in Deutschland voranzutreiben. Mit der Unterstützung mehrerer Bundesländer und lokaler Organisationen soll die Veranstaltung die Bedenken hinsichtlich extremistischer Einstufungen in den Fokus rücken. Das Ergebnis der gerichtlichen Überprüfung des AfD-Status steht 2026 noch aus.

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