14 June 2026, 08:09

Großalarm in Schwelm: Quecksilber-Leck zwingt Anwohner zur Evakuierung

FW-DE: Gefahrengutunfall - Quecksilberleckage, Schuetzenstr.

Großalarm in Schwelm: Quecksilber-Leck zwingt Anwohner zur Evakuierung

Gefahrguteinsatz in der Schützenstraße in Schwelm am 12. September 2025

In Schwelm kam es am 12. September 2025 in der Schützenstraße zu einem Einsatz mit gefährlichen Stoffen. Die Feuerwehr rückte aus, nachdem in einem Wohngebäude eine unbekannte Substanz gemeldet worden war. Aus dem zunächst routinemäßigen Einsatz entwickelte sich schnell eine Großschadenslage.

Die Einsatzkräfte entdeckten im Keller eines Mehrfamilienhauses einen beschädigten Behälter mit Quecksilber. Einsatzleiter Jan Poschmann teilte die Einsatzstelle umgehend in Abschnitte ein und ordnete die Evakuierung der Anwohner an. Als vorübergehende Unterkunft wurde ein beheizter Verpflegungs- und Betreuungsbus (VER) bereitgestellt.

Auf dem Höhepunkt der Maßnahmen waren 29 Feuerwehrleute mit bis zu zwölf Fahrzeugen im Einsatz. Zur Lagebeurteilung wurden ein Gefahrgutberater sowie ein Messfahrzeug aus Gevelsberg angefordert. Feuerwehrchef Oliver Dag und sein Stellvertreter Markus Kosch übernahmen vor Ort die Koordination der Einsatzkräfte.

Um die Havarie zu bewältigen, wurde ein Quecksilber-Spezialkit aus Wuppertal angefordert. Fachkräfte sicherten damit das gefährliche Material und verpackten es fachgerecht. Im Außenbereich richtete die Feuerwehr eine Dekontaminationsstelle ein, an der Einsatzkräfte ihre kontaminierte Schutzkleidung sicher ablegen und entsorgen konnten. Nach der Bergung des Quecksilbers wurde die Einsatzstelle an ein Fachunternehmen übergeben, das die weitere Reinigung sowie die Entsorgung aller geborgenen Chemikalien und Geräte übernimmt.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Der Einsatz erforderte erhebliche Ressourcen und eine enge Abstimmung zwischen mehreren Feuerwehrwachen. Die betroffenen Anwohner wurden vorübergehend umgesiedelt, während Spezialisten die Gefahr beseitigten. Nun obliegt es dem Entsorgungsunternehmen, den Bereich vollständig zu dekontaminieren.

Quelle