18 March 2026, 00:18

Glasfaserausbau in Deutschland beschleunigt – doch die Wirtschaftlichkeit bleibt riskant

Plakat, das das Affordable Connectivity Program bewirbt und über 15 Millionen Haushalte angibt, die sich angemeldet haben, um bei High-Speed-Internet zu sparen, mit Programmdetails und Vorteilen.

Glasfaserausbau in Deutschland beschleunigt – doch die Wirtschaftlichkeit bleibt riskant

Deutschlands Glasfaserausbau gewinnt an Fahrt: Immer mehr Haushalte erhalten Hochgeschwindigkeitsinternet, doch die Wirtschaftlichkeit bleibt eine Herausforderung

Der Ausbau des Glasfasernetzes in Deutschland nimmt an Tempo auf, da zahlreiche Anbieter in ganz Deutschland Hochgeschwindigkeitsnetze ausrollen. Neue Partnerschaften und Infrastrukturprojekte bringen schnelleres Internet in tausende Haushalte – von Duisburg bis Osnabrück und darüber hinaus. Dennoch bleibt es eine Herausforderung, sicherzustellen, dass sich diese Investitionen ohne ausreichend Abonnenten auszahlen.

In Duisburg hat Westconnect ein 100 Kilometer langes Glasfasernetz fertiggestellt. Das Projekt verbindet über 1.900 Haushalte in sechs Stadtteilen und verbessert so die Breitbandversorgung in der Region.

Unterdessen hat das Joint Venture Glasfaser Nordwest von Telekom und EWE eine Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Osnabrück vereinbart. Gemeinsam werden sie mehr als 90.000 Haushalte in Osnabrück und Wallenhorst mit Dienstleistungen versorgen. Eine weitere Kooperation zwischen NetCom BW und der Deutschen Telekom wird zudem VDSL-Anschlüsse für rund 100.000 Haushalte bereitstellen.

Im Saarland haben OXG, Vodafone und die Landesregierung eine Absichtserklärung unterzeichnet, um den Ausbau von Glasfaseranschlüssen bis in die Wohnung (FTTH) voranzutreiben. Das Vorhaben umfasst 51.700 Haushalte in Saarbrücken und Völklingen. An anderer Stelle haben 1&1 Versatel und Duisburg CityCom (DCC) eine Partnerschaft geschlossen, um die Dienste von 1&1 Versatel über das 290 Kilometer lange FTTH-Netz von DCC anzubieten – damit erreichen sie über 25.000 Adressen.

Trotz der Fortschritte sehen sich Glasfasernetzbetreiber mit finanziellen Hürden konfrontiert: Ohne ausreichend Kunden fällt es den Anbietern schwer, die Kosten zu decken und Gewinne zu erzielen. Das Open-Access-Modell könnte hier Abhilfe schaffen, indem es den Wettbewerb fördert, mehr Nutzer anzieht und so sowohl Netzbetreibern als auch Dienstleistern zugutekommt.

Bis 2025 plant allein ein Anbieter, 2,5 Millionen Haushalte mit Glasfaser zu erschließen. In Frankfurt haben sich die Anschlüsse seit 2022 mehr als verzwölffacht – ein Zeichen für das rasante Wachstum in einigen Regionen.

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Der Ausbau der Glasfasernetze geht weiter, mit großen Projekten, die Hunderttausende deutsche Haushalte mit Hochgeschwindigkeitsinternet versorgen. Zwar bleibt die wirtschaftliche Tragfähigkeit eine Sorge, doch durch Partnerschaften und Open-Access-Modelle soll die Nachfrage gesteigert und die Netzwerke langfristig rentabel gemacht werden.

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