Gefälschte Papiere und 4 Tonnen zu viel: Lkw-Fahrer in Dortmund erwischt
Mirjana SchachtGefälschte Papiere und 4 Tonnen zu viel: Lkw-Fahrer in Dortmund erwischt
Ein 60-jähriger Bauarbeiter ist mit einem extrem überladenen Lkw und gefälschten Papieren erwischt worden. Die Polizei hielt das Fahrzeug am Montag, dem 23. Februar, in der Nähe der Dorstener Straße und der Riemker Straße an. Der Mann gab zu, mit den gefälschten Dokumenten als EU-Bürger in der Union arbeiten zu wollen.
Verkehrsbeamte stoppten einen 7,49-Tonnen-Kipper, nachdem sie festgestellt hatten, dass dieser mit 11,8 Tonnen Schotter beladen war – weit über der zulässigen Grenze. Der Fahrer, ein georgischer Staatsbürger, präsentierte einen polnischen Führerschein sowie eine Aufenthaltserlaubnis, die sich später beide als Fälschungen herausstellten.
Bei weiteren Überprüfungen stellte sich heraus, dass sein einzig gültiger Führerschein ein standardmäßiger georgischer Pkw-Führerschein ohne gewerbliche Zusatzqualifikationen war. Die Behörden vermuten, dass er die gefälschten Papiere nutzte, um in der EU Arbeit zu finden. Laut Statistiken des Bundeskriminalamts gab es zwischen Februar 2024 und Februar 2026 rund 1.247 Fälle gefälschter Führerscheine und Aufenthaltstitel bei Lkw-Fahrern mit Migrationshintergrund. Die meisten wurden an Grenzübergängen in Hessen und Bayern aufgedeckt.
Die Ermittlungen erstrecken sich nun auf mögliche illegale Beschäftigung und weitere Verstöße gegen Vorschriften. Der Fahrer bleibt unter Beobachtung, während die Behörden die weiteren Auswirkungen des Falls prüfen.
Der Vorfall wirft ein Licht auf die anhaltenden Probleme mit Dokumentenfälschungen unter Lkw-Fahrern in Deutschland. Die Polizei überwacht weiterhin die Grenzregionen auf ähnliche Verstöße. Der Fall wird zeigen, ob weitere Anklagen gegen den Fahrer oder seine Arbeitgeber erhoben werden.