Fußballturnier ohne Schiedsrichter feiert Vielfalt in Bergisch Gladbach
Heinz-Josef ZirmeFußballturnier ohne Schiedsrichter feiert Vielfalt in Bergisch Gladbach
Internationale Wochen gegen Rassismus 2026 enden in Bergisch Gladbach mit einem besonderen Fußballturnier
In Bergisch Gladbach gingen die Internationalen Wochen gegen Rassismus 2026 mit einem besonderen Fußballturnier zu Ende. Unter dem Motto "Kick gegen Rassismus" trafen sich neun Mannschaften unterschiedlicher Herkunft – und spielten bewusst ohne Schiedsrichter, um den Gedanken des Fairplays in den Vordergrund zu stellen. Im Mittelpunkt stand nicht der Wettbewerb, sondern der Zusammenhalt, während Spieler:innen und Zuschauer:innen die Vielfalt in der Gemeinde feierten.
Das "Bündnis Bergisch Gladbach gegen Rassismus und für Vielfalt" hatte das Turnier unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Marcel Kreutz organisiert. Das 2024 gegründete Bündnis setzt sich für Offenheit ein und kämpft gegen Ausgrenzung in der Region. Die diesjährige Kampagne stand unter dem Leitmotiv "100 % Menschenwürde. Vereint gegen Rassismus und Rechtsextremismus" – ein klares Bekenntnis zur Gleichberechtigung.
Neun Teams nahmen teil, darunter Vertretungen der Abou-Bakr-Moschee, der IGMG, Syriens, der SPD, von Guinea United, dem SV 09 Special Team sowie das Bündnis selbst. Statt Pokale erhielt jede Mannschaft ein Banner mit der Aufschrift "Bergisch Gladbach – Kein Platz für Rassismus". Diese symbolische Geste unterstrich die Botschaft des Tages: Solidarität statt Spaltung.
Den Turniersieg sicherte sich die IGMG Bergisch Gladbach e.V., doch der sportliche Erfolg trat hinter dem eigentlichen Anliegen zurück. Der Verzicht auf Schiedsrichter förderte den gegenseitigen Respekt, und die Spiele wurden zu einer Feier gemeinsamer Werte. Ähnliche Veranstaltungen fanden bundesweit statt – mindestens acht weitere Städte, darunter Berlin, Augsburg und Dresden, veranstalteten im Rahmen der zweiwöchigen Initiative Sport- und Kulturprojekte.
Die Internationalen Wochen gegen Rassismus werden jährlich vom Deutschen Institut für Menschenrechte koordiniert. Vom 14. bis 29. März nutzten Gemeinden in ganz Deutschland Sportveranstaltungen, Workshops und Diskussionen, um Diskriminierung entgegenzutreten und Inklusion zu fördern.
Das "Kick gegen Rassismus"-Turnier bildete den Abschluss der diesjährigen Kampagne in Bergisch Gladbach. Die Teams gingen mit Bannern statt mit Medaillen nach Hause – als sichtbares Zeichen gegen Hass. Unterdessen arbeitet das Bündnis mit seinen Partner:innen weiter daran, eine weltoffenere und einladendere Gesellschaft für alle zu schaffen.






