23 March 2026, 12:12

Führerschein-Betrug in Bielefeld: Fünf Angeklagte vor Gericht wegen organisierter Prüfungstäuschung

Ein Mann in einem weißen Hemd und dunklen Hosen sitzt an einem Tisch mit gefalteten Händen und sieht ernst aus, mit dem Text "Die Rasenbetrüger" unten.

Führerschein-Betrug in Bielefeld: Fünf Angeklagte vor Gericht wegen organisierter Prüfungstäuschung

Fünf Personen aus Bielefeld und Werther müssen sich wegen des Vorwurfs vor Gericht verantworten, im Auftrag anderer die theoretische Führerscheinprüfung abgelegt zu haben. Der Gruppe wird vorgeworfen, unter falscher Identität gegen Bezahlung Prüfungen bestanden zu haben. Die Ermittler stießen bei Untersuchungen zu einem anderen Fall am Landgericht Hannover auf das betrügerische System.

Die Betrugsmasche lief von Februar 2022 bis Juli 2025 und umfasste 71 Versuche, von denen 14 vor der Vollendung vereitelt wurden. Die Angeklagten sollen pro Prüfung zwischen 1.100 und 2.000 Euro verlangt haben; insgesamt belief sich ihr Verdienst auf etwa 35.000 Euro.

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Laut Staatsanwaltschaft wählte die Bande Ersatzpersonen aus, die den eigentlichen Prüflingen äußerlich ähnelten. Einem der Angeklagten wird die Organisation des gesamten Netzwerks zur Last gelegt. Einige der Beschuldigten haben bereits Vorstrafen wegen ähnlicher Delikte, andere stehen in unrelated Fällen unter Ermittlung.

Der Prozess vor dem Landgericht Bielefeld begann mit acht veranschlagten Verhandlungstagen und soll voraussichtlich bis Ende Mai andauern. Bei einer Verurteilung wegen gewerbsmäßigen Betrugs drohen den Angeklagten Haftstrafen zwischen sechs Monaten und zehn Jahren.

Im Mittelpunkt des Verfahrens stehen 57 erfolgreich durchgeführte betrügerische Prüfungen sowie 14 gescheiterte Versuche. Die Behörden haben nicht bekannt gegeben, wie viele Ersatzpersonen insgesamt eingesetzt wurden. Das Urteil wird entscheiden, ob die Beschuldigten für ihre Rolle in der Betrugsaffäre ins Gefängnis müssen.

Quelle