Fritz Schramma verlässt die Kölner CDU nach harter Kritik an Parteiführung
Heinz-Josef ZirmeFritz Schramma verlässt die Kölner CDU nach harter Kritik an Parteiführung
Fritz Schramma, der 78-jährige ehemalige Oberbürgermeister von Köln, hat die Christlich Demokratische Union (CDU) verlassen. Sein Austritt folgt auf scharfe Kritik an der Parteiführung und die jüngsten Wahlniederlagen. Der Schritt hat Reaktionen bei wichtigen Vertretern der Kölner CDU ausgelöst.
Schrammas Rückzug erfolgte, nachdem er öffentlich die Aufarbeitung der Niederlage bei den letzten Kommunalwahlen durch die Partei scharf kritisiert hatte. Er warf der CDU vor, die Ursachen für das Scheitern nicht ausreichend analysiert zu haben – bei der Wahl war ihr Kandidat Markus Greitemann bereits vor der Stichwahl ausgeschieden. Seine Frustration richtete sich auch gegen die Führungsstrukturen der Partei, insbesondere gegen Bernd Petelkau, den Fraktionsvorsitzenden der Kölner CDU.
Petelkau wies Schrammas Vorwürfe zurück und bedauerte dessen Austritt. Unterdessen wird die Kölner CDU weiterhin von Serap Güler und Florian Braun im Doppelvorsitz geführt. Die Partei blickt nun nach vorn: Der designierte Oberbürgermeister bereitet neue Initiativen für ein „Sicheres und Sauberes Köln“ vor.
Mit Schrammas Austritt verliert die Kölner CDU eine ihrer erfahrensten Stimmen. Die Partei steht nun vor der Aufgabe, interne Konflikte zu überwinden und gleichzeitig ihre Pläne für die Stadt voranzutreiben. Seine Kritik und der Rückzug erhöhen den Druck auf die CDU, die nach den jüngsten Rückschlägen einen Neuanfang sucht.






