Frauen in der Kommunalpolitik: Wie Bochum neue Wege zur Gleichberechtigung diskutiert
Heinz-Josef ZirmeFrauen in der Kommunalpolitik: Wie Bochum neue Wege zur Gleichberechtigung diskutiert
Große Veranstaltung zur politischen Teilhabe von Frauen am Dienstag, 4. November, im Deutschen Bergbau-Museum Bochum
Rund 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen am Dienstag im Deutschen Bergbau-Museum in Bochum zusammen, um über Wege zur Stärkung der weiblichen Repräsentation in der Kommunalpolitik und eine höhere Sichtbarkeit von Frauen in der Politik zu diskutieren.
Die Abschlussveranstaltung der Initiative "Sei der Wandel: Frauen für Demokratie" vereinte Expertinnen und Experten aus Politik, Wissenschaft und öffentlicher Verwaltung. Seit dem Start 2024 fördert das landesweite Projekt Frauen darin, sich aktiv am politischen Geschehen zu beteiligen. Auch drei Mitglieder der Lünener Initiative Poli-Tisch nahmen teil, um die gewonnenen Erkenntnisse für ihre lokale Arbeit zu nutzen.
Andrea Blome moderierte zwei Podiumsdiskussionen zu Geschlechtergerechtigkeit und der Sichtbarkeit von Frauen in der Demokratie. Prof. Dr. Barbara Thiessen wies auf strukturelle Hürden hin, die die politische Teilhabe von Frauen weiterhin einschränken. Mag. Maria Pernegger analysierte, wie Medienbilder das öffentliche Bild von Politikerinnen prägen.
Dr. David H. Gehne und Hanna Schömann, M.A., präsentierten Forschungsergebnisse zur Repräsentation von Frauen in kommunalen Gremien. Die Daten zeigten deutlich bestehende Lücken auf – aber auch Ansatzpunkte für Verbesserungen. Die Veranstalter betonten, dass die Ergebnisse lokale Initiativen stärken sollen, insbesondere das Poli-Tisch-Projekt in Lünen.
Die Veranstaltung lieferte konkrete Strategien, um die Rolle von Frauen in der Kommunalpolitik auszubauen. Die Delegation aus Lünen plant, die Diskussionen für die Weiterentwicklung eigener Projekte zu nutzen. Die Initiative "Sei der Wandel" wird auch künftig die politische Teilhabe von Frauen in der Region fördern.






