Frankfurt (Oder) feiert Kleist-Festival 2025 mit Punk-Oper und brandaktuellen Debatten
Mirjana SchachtFrankfurt (Oder) feiert Kleist-Festival 2025 mit Punk-Oper und brandaktuellen Debatten
Frankfurt (Oder) bereitet sich auf das Kleist-Festival 2025 vor – eine Hommage an den Schriftsteller Heinrich von Kleist
Die Veranstaltung verbindet Musik, Theater und aktuelle Debatten, um Kleists Werke in moderne Diskurse einzubetten. Die Organisatoren wollen die heutige Welt durch die Brille seiner Texte betrachten.
Die Stadt, in der sich das einzige Kleist-Museum Deutschlands befindet, plant zudem ein Kleist-Jahr 2027 zum 250. Geburtstag des Dichters.
Im Mittelpunkt des Festivals steht Kleists Bezug zur Musik, darunter eine Punk-Oper nach seinem Debütwerk Die Familie Schroffenstein. Daneben werden Klassiker wie Der zerbrochene Krug und Michael Kohlhaas auf die Bühne gebracht. Uraufführung feiert auch Theresia Walsers neues Drama, das die Radikalisierung einer Schule unter einem rechtsextremen Regime thematisiert.
Literarische Lesungen, Ausstellungen und ein Chorprojekt ergänzen das Programm. Querschnittsthemen wie Klimawandel und Extremismus verknüpfen Kleists Motive mit heutigen Herausforderungen. Seine Werke, die in den letzten Jahrzehnten vermehrt auf deutschen Bühnen zu sehen sind, setzen sich oft mit Gewalt, Gerechtigkeit und gesellschaftlichen Konflikten auseinander – Themen, die auch in Schulen und Theatern noch immer brandaktuell sind.
Kleist, in Frankfurt (Oder) geboren und aufgewachsen, zählt zu den prägendsten Figuren der deutschen Literatur. Seine Stücke – von Penthesilea bis Prinz Friedrich von Homburg – regen bis heute Diskussionen über Macht, Trauma und Ethik an.
Das Festival 2025 bietet eine Mischung aus traditionellen und zeitgenössischen Interpretationen seines Erbes. Indem es aktuelle Krisen durch Kleists Schriften beleuchtet, zeigt die Veranstaltung, wie zeitlos seine Ideen sind. Weitere Feierlichkeiten sind für 2027 geplant, um Kleists Einfluss auf die kulturelle Zukunft der Stadt zu festigen.






