FDP Krefeld wählt überraschend neuen Kreisvorsitzenden vor Landtagswahl
Heinz-Josef ZirmeFDP Krefeld wählt überraschend neuen Kreisvorsitzenden vor Landtagswahl
Die Krefelder FDP hat nach einer überraschenden Ankündigung ihres langjährigen Vorsitzenden eine neue Führungsspitze gewählt. Sebastian T. Stachelhaus, ein 43-jähriger unabhängiger Versicherungsmakler, gewann die Wahl zum Kreisvorsitzenden mit rund 66 Prozent der Stimmen. Sein Sieg leitet eine neue Phase für die Partei ein – rechtzeitig vor der nächsten Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen.
Die Wahl nahm eine unerwartete Wendung, als Joachim C. Heitmann, der die FDP in Krefeld jahrelang geführt hatte, bekannt gab, nicht erneut kandidieren zu wollen. Heitmann stand von Januar 2015 bis Juni 2020 als Vorsitzender der FDP-Fraktion im Krefelder Stadtrat an der Spitze und setzte sich besonders für Bildung, Verkehr, Digitalisierung und Wirtschaftspolitik ein. Seine Entscheidung ebnete den Weg für einen neuen Kandidaten.
Stachelhaus, seit 2004 Parteimitglied, trat gegen Dr. Tina Pannes an und sicherte sich eine deutliche Mehrheit. Dr. Norbert Ullrich gewann ebenfalls eine wichtige Position und wurde mit etwa zwei Dritteln der Stimmen zum ersten stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Der neue Vorstand setzt sich nun aus Stachelhaus als Vorsitzendem, Ullrich als Stellvertreter und weiteren gewählten Mitgliedern zusammen.
Nach seinem Sieg räumte Stachelhaus ein, dass es eine Herausforderung sei, auf Heitmanns lange Amtszeit zu folgen. Gleichzeitig betonte er seine Bereitschaft, mit dem neuen Team zusammenzuarbeiten, während sich die Partei auf die anstehende Landtagswahl vorbereitet. Der Führungswechsel erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die FDP ihre Position in der Region stärken will.
Die Krefelder FDP geht nun unter Stachelhaus' Führung in die Zukunft, der Erfahrung aus der Kommunalpolitik und der Privatwirtschaft mitbringt. Der neu gewählte Vorstand wird sich darauf konzentrieren, die Strategie der Partei vor der Landtagswahl neu auszurichten. Der Übergang folgt auf Heitmanns Rückzug nach mehr als fünf Jahren in einer zentralen Führungsrolle.






