FDP-Chef Dürr fordert verbindliche IQ-Tests für alle Vierjährigen vor der Einschulung
Gotthold UllmannFDP-Chef Dürr fordert verbindliche IQ-Tests für alle Vierjährigen vor der Einschulung
FDP-Chef Christian Dürr schlägt verbindliche Persönlichkeitstests für alle Vierjährigen in Deutschland vor. Seiner Ansicht nach beherrschen die meisten Kinder in diesem Alter die Sprache bereits so gut, dass solche Überprüfungen sinnvoll durchführbar seien. Die Tests sollen zwei Jahre vor der Einschulung stattfinden – nur wer besteht, erhält einen Schulplatz.
Laut Dürrs Plan müssten Kinder, die den IQ-Test nicht bestehen, verpflichtende Sprachförderung erhalten und später erneut geprüft werden. Er kritisiert das aktuelle System scharf: Schlechte Deutschkenntnisse führten zu langfristigen Bildungsnachteilen, warnt er. Nur wenige Kinder könnten einen schwachen Schulstart später noch aufholen.
Die Forderung hat eine Debatte ausgelöst, da bis Februar 2026 zehn der 16 Bundesländer noch keine konkreten Pläne für solche Tests vorlegen. Dürr griff zudem den Vorschlag Nordrhein-Westfalens an, Schulaufgaben auch in den Herkunftssprachen der Schüler zuzulassen. Sprachdefizite zwängen die Länder bereits dazu, Lehrpläne zu vereinfachen, so der Chefkoch – und verwies etwa auf Niedersachsens Entscheidung, die schriftliche Division abzuschaffen.
Dürrs Initiative für bundesweite Tests kommt angesichts wachsender Sorgen um die Bildungsstandards. Sollte der Plan umgesetzt werden, müssten alle Vierjährigen vor der Einschulung ihre Deutschkenntnisse nachweisen. Wer durchfällt, erhielte gezielte Förderung und würde vor dem Schulübergang erneut geprüft.
