Fasana vor dem Aus: Kein Käufer für insolventen Tissue-Hersteller gefunden
Gerlinde HeinrichFasana vor dem Aus: Kein Käufer für insolventen Tissue-Hersteller gefunden
Fasana, ein Tissue-Hersteller aus Euskirchen mit über hundertjähriger Geschichte, hat nach der Insolvenzanmeldung keinen Käufer gefunden. Die gescheiterten Übernahmeverhandlungen werfen Fragen über die Zukunft des Unternehmens auf – die Mitarbeiter bangen um ihre Arbeitsplätze.
Das traditionsreiche Unternehmen, das seit einem Jahrhundert besteht, hatte bereits vier Monate mit Schwierigkeiten gekämpft, bevor es Anfang Juni offiziell Insolvenz anmelden musste. Steigende Energiekosten, ein schwieriges wirtschaftliches Umfeld und ein Cyberangriff trieben das Unternehmen in die finanzielle Schieflage.
Zwei große internationale Konzerne hatten zunächst Interesse an einer Übernahme von Fasana gezeigt. Doch die Verhandlungen scheiterten am vom Grundstückseigentümer festgesetzten Kaufpreis. Die geforderte Summe lag dreimal höher als der geschätzte Wert des Geländes. Da Fasana das Grundstück nicht selbst besitzt, weigerten sich potenzielle Käufer, die überhöhten Kosten zu tragen.
Ohne eine Einigung steht die Belegschaft nun vor einer ungewissen Zukunft. Für den folgenden Tag ist eine Betriebsversammlung angesetzt, um mit den Beschäftigten über die Lage zu sprechen.
Das gescheiterte Übernahmevorhaben lässt Fasana in der Schwebe – eine Lösung der Insolvenz durch einen Verkauf ist damit vorerst vom Tisch. Die Mitarbeiter werden bald mehr über ihre Jobperspektiven erfahren, doch das langfristige Überleben des Unternehmens bleibt weiter gefährdet.






