Familienstreit in Bergisch Gladbach eskaliert: Rauchbombe löst Großeinsatz aus
Heinz-Josef ZirmeFamilienstreit in Bergisch Gladbach eskaliert: Rauchbombe löst Großeinsatz aus
Heftiger Streit zwischen Sohn und Vater löst Großeinsatz in Bergisch Gladbach aus
Ein gewaltsamer Streit zwischen einem 32-jährigen Mann und seinem 77-jährigen Vater hat in den frühen Morgenstunden des Sonntags in Bergisch Gladbach einen Großeinsatz der Rettungskräfte ausgelöst. Feuerwehrleute und Rettungssanitäter rückten nach einem Notruf zu einem Gebäude in der Hauptstraße aus, nachdem gegen Mitternacht dichter Rauch im Treppenhaus gemeldet worden war.
Der Konflikt eskalierte, als der Sohn angeblich eine Rauchbombe in der Wohnung zündete. Augenzeugen zufolge warf er sie anschließend auf seinen Vater, der das Objekt in das Haupttreppenhaus kickte. Dort entzündete die Bombe eine Fußmatte, wodurch sich der Rauch schnell im gesamten Gebäude ausbreitete.
Rund 40 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst trafen am Ort ein. Sie fanden mehrere Bewohner in ihren Wohnungen eingeschlossen vor, einige winkten verzweifelt von Balkonen und Fenstern aus um Hilfe. Die Rettungskräfte befreiten vier Personen aus dem Gebäude.
Zehn Menschen wurden vor Ort medizinisch versorgt. Der ältere Vater erlitt eine leichte Rauchgasvergiftung und wurde zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.
Nach dem Vorfall erließ die Polizei gegen den Sohn eine 14-tägige Platzverweisung aufgrund von häuslicher Gewalt. Zudem leiteten die Behörden ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung und Sachbeschädigung ein. Dem Sohn drohen nun mögliche juristische Konsequenzen für sein Handeln.
Die Rettungskräfte bestätigten, dass der Brand schnell unter Kontrolle gebracht werden konnte und das Gebäude keine größeren strukturellen Schäden davontrug. Sobald die Lage als sicher eingestuft wurde, durften die Anwohner in ihre Wohnungen zurückkehren.






