12 December 2025, 12:30

Fällung von Berg-Ahorn und Rotbuche für Schulneubau am Paulinum

Trockene Blätter und Zweige auf dem Boden mit Pflanzen und Bäumen im Hintergrund.

Fällung von Berg-Ahorn und Rotbuche für Schulneubau am Paulinum

Baumfällungen und Ersatzpflanzungen am Gymnasium Paulinum

Baumfällungen und Ersatzpflanzungen am Gymnasium Paulinum

11. Dezember 2025

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Am Gymnasium Paulinum in Münster werden am 12. Dezember 2025 zwei weitere Bäume gefällt – ein weiterer Schritt im Rahmen der laufenden Erweiterungspläne der Schule. Platz muss geschaffen werden für einen vierstöckigen Neubau im nördlichen Innenhof. Die Maßnahme folgt früheren Baumfällungen und entspricht den städtischen Baumschutzvorschriften.

Bereits im Oktober 2025 waren eine Stiel-Eiche und ein Pergamentbaum entfernt worden. Nun muss ein Berg-Ahorn weichen, um Baustellenfläche freizumachen, während eine 80-jährige Rotbuche aufgrund schwerer Pilzschäden durch den Riesenporling (Meripilus giganteus) gefällt werden muss. Die verbleibenden 14 Bäume auf dem Schulgelände bleiben unberührt.

Hintergrund der Erweiterung ist der gestiegene Raumbedarf nach dem Wechsel vom achtjährigen (G8) zum neunjährigen (G9) Schulsystem. Nach Abschluss der Bauarbeiten 2027 wird die Stadt überdurchschnittlich große Ersatzbäume pflanzen: eine Gemeine Esche, einen Pergamentbaum, einen Feld-Ahorn und eine Silber-Linde. Die neuen Bäume werden Stammumfänge von 30 bis 35 Zentimetern, Kronendurchmesser von etwa zwei Metern und Höhen von fünf bis sechs Metern aufweisen.

Besondere Bedeutung kommt der Silber-Linde zu: Sie soll an den ältesten bekannten jüdischen Friedhof erinnern, der unter dem nördlichen Innenhof liegt. Die ausgewählten Arten sind heimisch und klimaresistent, um langfristig im Münsteraner Stadtklima zu gedeihen.

Mit der Fällung von Berg-Ahorn und Rotbuche schreitet die Schulweiterung voran. Nach Bauabschluss werden vier neue Bäume gepflanzt – eine Lösung, die praktische Notwendigkeiten und historische Verantwortung vereint. Das Projekt setzt auf einen Ausgleich zwischen Entwicklung und Erhalt: Der Großteil der bestehenden Grünflächen bleibt erhalten.