19 December 2025, 13:01

Explosion einer 180-Meter-Schornstein in Voerde

Eine Stadtansicht mit Gebäuden, Bäumen und einer Brücke im Vordergrund, Rauch aus einem Schornstein, unter einem Himmel mit Wasser am Boden.

Explosion einer 180-Meter-Schornstein in Voerde - Explosion einer 180-Meter-Schornstein in Voerde

180 Meter hoher Schornstein des Kraftwerks Voerde gesprengt

180 Meter hoher Schornstein des Kraftwerks Voerde gesprengt

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

180 Meter hoher Schornstein des Kraftwerks Voerde gesprengt

Ein 180 Meter hoher Schornstein des ehemaligen Steinkohlekraftwerks von RWE in Voerde ist durch eine kontrollierte Sprengung abgerissen worden. Das Bauwerk gehörte einst zu einer Anlage, die in ihrer Blütezeit über 2.000 Megawatt Strom erzeugte und jahrzehntelang als Wahrzeichen am Niederrhein galt.

Das Kraftwerk Voerde stellte 2017 seinen Betrieb ein und beendete damit die Kohleverstromung an diesem Standort. Seither baut RWE die direkt am Rhein gelegene Anlage zurück. Der ursprünglich über 220 Meter hohe Schornstein war vor der endgültigen Sprengung bereits teilweise abgetragen worden.

RWE plant nun, das Gelände in den RWE-Innovationspark Voerde umzuwandeln – ein Projekt mit einer Laufzeit von 25 Jahren. Herzstück soll ein wasserstofffähiges Gas-und-Dampf-Kombikraftwerk (GuD) mit einer Leistung von rund 850 Megawatt sein. Bei Genehmigung könnten die Bauarbeiten bald beginnen, der Betrieb möglicherweise ab 2030 aufgenommen werden. Noch ausstehend sind die endgültigen Genehmigungen sowie eine staatliche Förderung über ein wettbewerbliches Ausschreibungsverfahren. Sollte das Vorhaben realisiert werden, könnte es neue Arbeitsplätze in die Region bringen und das ehemalige Industrieareal neu nutzen.

Die Sprengung markiert einen wichtigen Schritt in RWEs Abkehr von der Kohle am Standort Voerde. Das geplante GuD-Kraftwerk wäre im Vergleich zur alten Anlage zwar kleiner, aber flexibler einsetzbar. Über die Zukunft des Geländes entscheiden nun die anstehenden Genehmigungen und Förderzusagen.