Evangelischer Kirchenkreis Solingen plant radikale Gebäudereform bis 2035
Heinz-Josef ZirmeEvangelischer Kirchenkreis Solingen plant radikale Gebäudereform bis 2035
Der Evangelische Kirchenkreis Solingen hat vorläufige Pläne für seine Gebäude vorgestellt, da die Mitgliederzahlen und die Einnahmen zurückgehen. Bis Mitte der 2030er Jahre rechnet der Kirchenkreis damit, nur noch die Hälfte seiner aktuellen finanziellen Ressourcen und weniger hauptamtliche Mitarbeiter zu haben. Eine neue Strategie teilt die Immobilien nun in drei Kategorien ein – je nach ihrer künftigen Nutzung.
Eine siebenköpfige Arbeitsgruppe unter der Leitung von Hartmut Hoferichter hat die nachhaltige Gebäudestrategie erarbeitet. Ihr Bericht legt dar, welche Kirchen und Gemeinschaftszentren weiterhin genutzt werden, welche einer weiteren Prüfung bedürfen und welche langfristig nicht mehr tragbar sind.
Folgende Einrichtungen sollen über 2035 hinaus erhalten bleiben: die Ohliger Protestantische Stadtkirche, die Waldkirche, die Dorper Kirche, die Gräfrather Evangelische Kirche, das Gemeinschaftszentrum Höhscheid, das Gemeinschaftszentrum Wittenbergstraße sowie das Gemeinschaftszentrum Schützenstraße/Ritterstraße. Diese Gebäude gelten als unverzichtbar für die langfristige kirchliche Arbeit.
Fünf Standorte werden mittelfristig jedoch nicht mehr tragbar sein: die Evangelische Kirche Merscheid, die Evangelische Kirche Widdert, die Evangelische Kirche Ketzberg, das Gemeinschaftszentrum Zwinglistraße und die Lutherkirche. Zudem hat sich der Kirchenkreis verpflichtet, alle verbleibenden Gebäude bis 2035 klimaneutral zu gestalten.
Die Zukunft von fünf weiteren Einrichtungen ist noch ungewiss. Die Christuskirche, das Gemeinschaftszentrum Rupelrath, die Evangelische Kirche Mangenberg, das Gemeindehaus Corinthstraße und die Stadtkirche Mitte bedürfen weiterer Klärung, bevor eine endgültige Entscheidung getroffen wird.
Superintendentin Ilka Werner betonte die Transparenz des Prozesses und dankte der Arbeitsgruppe für ihr Engagement. Eine besondere Synode am 14. März 2026 wird das Gebäudekonzept beraten, allerdings ist noch unklar, ob dann verbindliche Beschlüsse gefasst werden.
Die Vorschläge spiegeln die Reaktion der Kirche auf schrumpfende Mitgliederzahlen und sinkende Einnahmen wider. Falls die Pläne umgesetzt werden, könnten sie das Gebäudeportfolio des Kirchenkreises bis 2035 grundlegend verändern. Die endgültigen Entscheidungen werden zeigen, welche Immobilien in kirchlicher Nutzung bleiben – und welche umgenutzt oder geschlossen werden.
2027 Deadline Set for Final Building Decisions
Die Synode hat beschlossen, dass endgültige Entscheidungen zur Bau-strategie bis 2027 getroffen werden müssen, wodurch das Zeitlimit für die März 2026 Synode verlängert wird. Dies folgt einer 2025-Richtlinie, die eine gründliche Abwägung erfordert. Über 350 Personen nahmen an der Ankündigung am 11. Februar teil, was das öffentliche Interesse an den Reformen unterstreicht.