Eurobahn will bis Dezember 2025 wieder Vollbetrieb erreichen – trotz Personalnot
Heinz-Josef ZirmeEurobahn will bis Dezember 2025 wieder Vollbetrieb erreichen – trotz Personalnot
Seit April 2024 kämpft die Eurobahn mit massiven Einschränkungen im Fahrplanbetrieb aufgrund von Personalmangel. Der Bahnbetreiber reduzierte die Taktung auf einigen Strecken auf nur noch einen Zug pro Stunde, um die Pünktlichkeit zu verbessern. Nun laufen Pläne, bis Dezember 2025 wieder zum vollen Fahrplan zurückzukehren – parallel zur Suche nach einem neuen Investor.
Wie der technische Geschäftsführer der Eurobahn, Karsten Schulz, bestätigte, wurden die Leistungen auf bestimmten Strecken um bis zu 40 Prozent gekürzt. Betroffen sind wichtige Verbindungen wie die RE13, RE3 und RB67 sowie Züge in Richtung Osnabrück und Nienburg an der Weser. Trotz der Kürzungen rechnet das Unternehmen damit, Ende 2025 nach einer intensiven Einstellungs- und Schulungsoffensive wieder den vollen Fahrplan anbieten zu können.
Der Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL), unter dessen Dach die Eurobahn agiert, steht nun unter Druck, die Zukunft des Unternehmens zu sichern. Ein Käufer muss bis zum Jahreswechsel 2027/2028 gefunden werden, spätestens jedoch bis 2032, wenn die aktuellen politischen Vereinbarungen und Streckenverträge auslaufen. Nils Werner, Leiter der Abteilung Markt & Kunden beim NWL, betonte, dass ein zuverlässiger Betrieb entscheidend sei, um potenzielle Investoren zu gewinnen.
Die Eurobahn ist vor allem in Nordrhein-Westfalen aktiv, bedient aber auch Teile Niedersachsens und der Niederlande. Zum NWL gehören regionale Verkehrsverbünde wie Mobility Ruhr-Lippe, Mobility Münsterland und der Zweckverband Verkehr Verbund Ostwestfalen-Lippe (VVOWL). Gemeinsam arbeiten sie daran, den Betrieb zu stabilisieren und die langfristige Finanzierung zu sichern.
Sobald sich die Personalsituation verbessert, will die Eurobahn die Ausfälle auf 4 bis 5 Prozent der geplanten Zugkilometer reduzieren. Die Fähigkeit des Unternehmens, einen stabilen Betrieb aufrechtzuerhalten, wird eine Schlüsselrolle dabei spielen, vor dem Stichtag 2032 Investoren zu gewinnen. Die Rückkehr zum vollen Fahrplan ist für Dezember 2025 vorgesehen – vorausgesetzt, die Einstellungsziele werden erreicht.






