18 April 2026, 20:12

Essen startet Millionenprojekt gegen Hochwasser in drei Stadtteilen

Ein detailliertes Miniaturmodell einer Stadtlandschaft, umgeben von Wasser, mit Gebäuden, Grünflächen, einer Brücke, Menschen und Bäumen vor einem Himmel als Hintergrund.

Essen startet Millionenprojekt gegen Hochwasser in drei Stadtteilen

Essen hat drei Stadtteile für ein großes Klimaanpassungsprojekt im Rahmen des KRIS-Förderprogramms ausgewählt. Die Initiative zielt darauf ab, Hochwasserrisiken zu verringern und die Widerstandsfähigkeit zu stärken, indem versiegelte Flächen in Bereiche umgewandelt werden, die mehr Wasser aufnehmen und verdunsten lassen. Mit der Bewilligung der Mittel wird bis Mitte 2026 gerechnet, sodass Grundstückseigentümer kurz darauf Förderanträge stellen können.

Die ausgewählten Zonen – Messe-Gruga, Neues Bernetal sowie Katernberg/Zollverein – gelten als besonders klimagefährdete Gebiete mit hoher Priorität. Der Essener Stadtrat hat detaillierte Pläne für jeden Bezirk bei der Projektträgern Jülich (PtJ) und der Bezirksregierung zur Prüfung eingereicht. Die Auswahl dieser Gebiete erfolgte, weil gezielte Maßnahmen im Wassermanagement dort klar messbare Vorteile bringen können.

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Im Rahmen des KRIS-Programms können bis zu 25 Prozent der bisher an die Kanalisation angeschlossenen Flächen abgekoppelt werden. Ziel ist es, die Mischwasseranschlüsse bis 2030 um ein Viertel zu reduzieren und die Verdunstungsrate um zehn Prozentpunkte zu steigern. Dies entspricht der übergeordneten Strategie Nordrhein-Westfalens, klimaresiliente Städte zu schaffen.

Die KRIS-Förderung umfasst alle 53 Städte und Gemeinden im Regionalverband Ruhr (RVR). Um förderberechtigt zu sein, müssen die Kommunen zunächst spezifische Klimaanpassungszonen in ihrem Gebiet ausweisen. Das Programm konzentriert sich auf Gebiete, in denen gebündelte Maßnahmen die größte Wirkung entfalten.

Sobald die Mittel Anfang 2026 bewilligt sind, können Essener Grundstückseigentümer mit der Beantragung von Zuschüssen für Umbaumaßnahmen beginnen. Die Veränderungen sollen der Stadt helfen, Starkregen besser zu bewältigen und die Belastung der Entwässerungssysteme zu verringern. Bis 2030 strebt das Projekt eine deutliche Verbesserung der Wasseraufnahme und -verdunstung in den ausgewählten Zonen an.

Quelle