Essen plant erstmals einen Zweijahreshaushalt für 2027/2028 zur finanziellen Stabilisierung
Mirjana SchachtEssen plant erstmals einen Zweijahreshaushalt für 2027/2028 zur finanziellen Stabilisierung
Essen bereitet einen Zweijahreshaushalt für 2027/2028 vor, um seine anhaltenden finanziellen Herausforderungen zu bewältigen. Die Stadt profitiert dabei vom Entschuldungsprogramm Nordrhein-Westfalens, das ihre Schuldenlast um mehrere hundert Millionen Euro verringern wird. Laut Behörden soll der neue Ansatz die Planung verbessern und den Verwaltungsaufwand reduzieren.
Der Entwurf für den Doppelhaushalt 2027/2028 wird am 16. September 2026 vorgestellt. Die endgültige Entscheidung soll nach Beratungen am 18. November 2026 fallen. Damit führt Essen erstmals einen Zweijahreshaushalt ein – ein Schritt, der mehr Stabilität für langfristige Investitionen bringen soll.
Im Rahmen des Altlasten-Entschuldungsgesetzes übernimmt das Land Liquiditätskredite in Höhe von rund 610,7 Millionen Euro. Allein 2026 spart die Stadt dadurch voraussichtlich etwa 11,7 Millionen Euro an Zinszahlungen. Trotz dieser Entlastung bleibt die Ausgabenkontrolle streng.
Sämtliche Ausgaben über 5.000 Euro bedürfen künftig einer vorherigen Genehmigung im Rahmen des kassenmäßigen Visa-Verfahrens. Die Zweijahresstruktur vereinfacht zudem die Berichterstattung und verringert den bürokratischen Aufwand für Verwaltung und politische Gremien.
Das neue Haushaltssystem legt die Finanzplanung für zwei statt für ein Jahr fest. Diese Änderung soll die Finanzierung kreditbasierter Projekte sichern und überflüssige Bürokratie abbauen. Durch die Teilnahme am Entschuldungsprogramm wird der Druck auf die angespannte Haushaltslage Essens weiter gemildert.






